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Cisco schweigt zu Code-Diebstahl

24.05.2004 | 14:18 Uhr |

Die amerikanische Bundespolizei FBI ermittelt bereits. Doch Netzwerkausrüster Cisco hüllt sich bezüglich des möglichen Diebstahls von Sourcecode seines IOS-Betriebssystems weiterhin in Schweigen.

Die amerikanische Bundespolizei FBI ermittelt bereits. Doch Netzwerkausrüster Cisco hüllt sich bezüglich des möglichen Diebstahls von Sourcecode seines IOS-Betriebssystems weiterhin in Schweigen, wie unsere Schwesterpublikation Tecchannel berichtet.

Analysten werten die spärliche Information des Konzerns als Zeichen dafür, dass man sich im Unternehmen selbst nicht über die Ausmaße des Diebstahls im Klaren ist. Zudem wachse die Unruhe über mögliche Auswirkungen des Diebstahls bei den Kunden, so heißt es aus Analysten-Kreisen. John Pescatore von Gartner bezeichnet Cisco als "unnatürlich und unproduktiv ruhig". Für Pescadore sind daraus zwei mögliche Schlussfolgerungen abzuleiten. Entweder sei Cisco weiterhin im Unklaren darüber, was passiert ist, oder die Angelegenheit sei weitaus schlimmer, als man derzeit vermuten könne.

Wie berichtet sollen von Ciscos Router- und Netzwerksystem IOS rund 800 Megabyte Sourcecode entwendet worden sein. Teile davon seien im Web aufgetaucht, hieß es weiter. Cisco hat bislang lediglich bestätigt, dass Teile des Codes illegal kopiert und veröffentlicht worden sind. Angaben zu dem Weg, den der Code genommen hat, fehlen.

FBI untersucht Quellcode-Diebstahl bei Cisco (PC-WELT Online, 19.05.2004)

Cisco: Angreifer klauen angeblich 800 Megabyte Quellcode (PC-WELT Online, 17.05.2004)

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