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Cisco ändert seine Firmenpolitik

23.01.2007 | 12:15 Uhr |

Um künftig wieder schnell wachsen zu können, will die Company nun auch neue Produkte selbst entwickeln.

Auch für Cisco sind die paradisischen Zeiten inzwischen vorbei. Wuchs die Company in den 90er Jahren noch mit Routern, Switches und anderem Networking-Equipment im zweitstelligen Bereich, so muss sich die Firma mittlerweile mit Wachstumsraten im einstelligen Prozentbereich begnügen. Ein Entwicklung, die Cisco laut dem "Wall Street Journal" auch nicht durch die zahlreichen Firmenzukäufe der letzten Jahre stoppen konnte.

Deshalb gründete das Unternehmen mit der Emerging Markets Technology Group seinen eigenen Think-Tank, um Produkte für neue Märkte zu entwickeln. Erste Ergebnisse - sprich konkrete Produkte - konnte die Gruppe mittlerweile mit dem Videokonferenzsystem "Telepresence", dem Video-on-demand-System "Digital Media System" sowie der Überwachungslösung "Sypixx" präsentieren. Innerhalb der nächsten fünf Jahre soll die Gruppe 15 neue Produkte entwickeln.

Mit dem internen Think-Tank hat Cisco in den Augen von Jeffrey Evenson, Analyst bei Sanford Bernstein & Co., gleich zwei Fliegen mit einer Klappe erschlagen: Die Gruppe fördert mit neuen Produkten, die zusätzliche Bandbreite im Netz generieren, nicht nur den Umsatz, sondern sie ist gleichzeitig ein Aushängeschild für ein innovatives Betriebsklima, was die die Abwanderung junger Talente zu anderen Start-ups verhindere. Für Cisco war es jedoch ein hartes Stück Arbeit, Innvation als Prozess innerhalb des Unternehmens zu verankern. Um dies zu realisieren, kreierte man die interne Website "Izone" als Plattform für neue Produktideen und wich bei der Emerging Markets Technology Group bewusst von der sont üblichen organisatorischen Struktur ab. (hi)

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