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Chrome blockiert fast alle Flash-Inhalte ab September

10.08.2016 | 14:03 Uhr |

Google macht Ernst: Beginnend ab September wird der Chrome Browser nahezu alle Flash-Inhalte blockieren.

Google hatte im Mai den Plan "HTML5 by Default" vorgestellt, laut dem Chrome künftig Flash-Inhalte blockieren soll. Per Blog-Eintrag hat Google nun auch einen konkreten Zeitplan angekündigt.

Im September wird Chrome 53 erscheinen und dann die Anzeige von etwa 90 Prozent alle Flash-Inhalte auf Websites blockieren. Dabei handele es sich, wie Google betont, oft ohnehin nur um Inhalte, die die Nutzer nicht sehen, sondern die die Betreiber zwecks Analyse ihrer Websites einsetzen.

Aktuell befindet sich Chrome 53 in der Beta-Phase. Im Dezember wird dann Chrome 55 folgen. Ab dieser Version werden alle Flash-Inhalte blockiert und HTML5 wird der Standard für die Anzeige von Websites sein. Ausnahmen gibt es dann nur noch für Websites, die HTML5 nicht bzw. ausschließlich Flash unterstützen. Die Chrome-Nutzer werden vor dem Laden der Website aber entsprechend gewarnt und müssen manuell Flash aktivieren.

Im Blog-Eintrag weist Google erneut darauf hin, dass die Nutzung von HTML5 nicht nur sicher ist, sondern auch den Stromverbrauch reduziert und die Ladezeiten von Seiten verbessert. "HTML5 ist viel leichter und schneller und Publisher wechseln dazu über, um ihre Seiten schneller auszuliefern und Batterielaufzeit zu sparen", so Google. Gemeinsam mit Adobe arbeite man daran, die Erfahrung beim Surfen im Web so schnell und sicher wie möglich zu machen und dem Web dabei zu helfen, zu HTML5 zu wechseln.

Mozilla hatte erst kürzlich verkündet, dass Firefox fortan alle Flash-Inhalte blockiert. Den gleichen Weg gehen auch Microsoft mit Edge und Apple mit Safari. Apple wird mit der kommenden Safari-Version 10 die Flash-Nutzung noch stärker einschränken als bisher.

Lesetipp: Vivaldi, Firefox, Chrome, Edge und Opera im Vergleich 

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