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Chipfabrik in Erfurt?

02.01.2001 | 12:22 Uhr |

Erfurt soll den Zuschlag für den Bau einer Chipfabrik mit rund 200 Arbeitsplätzen erhalten. In dem Werk sollen Schaltkreise für Mobilfunktechnik hergestellt werden.

Nach einem Bericht der Thüringer Allgemeinen soll Erfurt den Zuschlag für den Bau einer Chipfabrik mit rund 200 Arbeitsplätzen erhalten. In dem Werk sollen Schaltkreise für Mobilfunktechnik hergestellt werden.

Eine Investition im dreistelligen Millionen-Bereich sei durch ein europäisches Konsortium geplant. Firmennamen wurden jedoch nicht genannt. Der Sprecher des Thüringer Wirtschaftsministeriums, Andreas Maruschke, wollte sich zu Spekulationen nicht äußern.

In den vergangenen Monaten war die Region um Erfurt immer wieder als Standort für Investitionen von Halbleiterherstellern ins Gespräch gebracht worden. Wirtschaftsminister Franz Schuster hatte Kontakte zum kalifornischen Schaltkreishersteller AMD aufgenommen. Dabei soll es jedoch um ein eher langfristiges Projekt gehen.

Thüringen gehört auch zu den Bewerbern um eine Chipfabrik des taiwanesischen Schaltkreisherstellers Mosel Vitelic. Eine Entscheidung für das Großprojekt mit Investitionen von bis zu fünf Milliarden Mark war immer wieder vertagt worden. Thüringen steht dabei im Wettbewerb mit einer Vielzahl von Standorten in Kanada, Europa und Bundesländern wie Sachsen-Anhalt und Sachsen.

Offen ist derzeit auch noch die Standortentscheidung des Erfurter Schaltkreisherstellers X-Fab Semiconductor Foundries GmbH. X-Fab will zur Kapazitätserweiterung ein weiteres Werk bauen. Das Unternehmen mit rund 500 Mitarbeitern unterhält in der Thüringer Landeshauptstadt bisher zwei Chipfabriken. (PC-WELT, 02.01.2001, dpa/ eb)

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