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Chipfabrik für 3 Milliarden Mark

07.02.2001 | 16:13 Uhr |

Mit Investitionen von drei Milliarden Mark wird in Frankfurt (Oder) eine hochmoderne Chipfabrik gebaut, die mindestens 3000 Arbeitsplätze schaffen soll. Der weltgrößte Chiphersteller Intel bringt Technologie und Investitionen ein. Die Produktion soll im ersten Quartal 2003 starten.

Mit Investitionen von drei Milliarden Mark wird in Frankfurt (Oder) eine hochmoderne Chipfabrik gebaut, die mindestens 3000 Arbeitsplätze schaffen soll. Der weltgrößte Chiphersteller Intel bringt Technologie und Investitionen ein. Die Produktion soll im ersten Quartal 2003 starten.

In die Herstellung integrierter Schaltungen für drahtlose Kommunikation und Datenverarbeitung würden drei Milliarden Mark investiert, gab Brandenburgs Wirtschaftsminister Wolfgang Fürniß (CDU) in Potsdam bekannt. Er gehe davon aus, dass dort 1500 Arbeitsplätze entstehen. Mindestens 1500 weitere Stellen könnten im Umfeld der Fabrik neu geschaffen werden.

Das Unternehmen werde sich als weltweit führende Fabrik mit Schwerpunkt auf den Kommunikationsmarkt für Design- und Systemhäuser ohne eigene Fertigungskapazitäten und für große Halbleiterhersteller profilieren, so der Geschäftsführer der "Communicant Semiconductor Technologies AG" (Communicant) Klaus Wiemer. Er sehe durch das Werk einen Kaufkraftzufluss in der Region von rund drei Milliarden Mark in zehn Jahren.

Intel werde keine Mehrheitsbeteiligung halten, betonte der Vizepräsident für Technologie des US-Unternehmens, Mike Splinter. Ebenfalls an der Communicant beteiligt ist das Frankfurter Institut für Halbleiterphysik (HIP). Es wird seine patentierte Silizium-Germanium-Kohlenstoff-Technologie beisteuern. Rund 50 Prozent der Investitionssumme seien bereits gesichert.

Die Regierung des Emirats Dubai wird nach Angaben des Potsdamer Wirtschaftsministeriums in erheblichem Umfang zu den Investitionen beitragen. Später solle ein Folgeprojekt in der Dubai-Freihandelszone entstehen, erläuterte der Direktor der Dubai Airport Freezone, Mohammed Ahmed Al Zarouni. Laut Fürniß ist vorgesehen, weitere Gesellschafter an der Aktiengesellschaft zu beteiligen, die sich gegen Kapitaleinlagen Fertigungskapazitäten sichern können. Die Investition, die nach gut einjährigen geheimen Verhandlungen erreicht wurde, zeigt nach den Worten von Fürniß, dass die neuen Länder auch in der Spitzentechnologie wettbewerbsfähig sind. (PC-WELT, 07.02.2001, dpa/ hc)

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