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Chip-Giganten verbünden sich

13.03.2001 | 11:31 Uhr |

IBM ist einem Konsortium führender Chip- und Prozessor-Herstellern beigetreten, die es sich zum Ziel gesetzt haben, eine neue Herstellungs-Methode für Chips zu entwickeln und einzuführen: UV-Licht niedriger Wellenlänge soll CPUs mit Taktraten bis zu 10 Gigahertz ermöglichen.

IBM ist einem Konsortium führender Chip- und Prozessor-Herstellern beigetreten, die es sich zum Ziel gesetzt haben, eine neue Herstellungs-Methode für Chips zu entwickeln und einzuführen. Mit der neuen Technik sollen schon bald Taktraten bis zu 10 Gigahertz möglich sein.

UV-Licht niedriger Wellenlänge soll es den Herstellern erlauben, den kontinuierlichen Fortschritt innerhalb dieses Bereiches aufrechtzuerhalten - da nach Aussage von Kennern der Materie die heutige Technik in den nächsten zwei bis drei Jahren ihre Grenze erreicht haben dürfte.

Schon Anfang dieses Jahres gab es erste Erfolge: Intel ist es gelungen, einen Transistor-Prototyp mit UV-Licht niedriger Wellenlänge herzustellen. Die Leiterbahnen sollen einen Durchmesser von 30 Nanometern haben - der Pentium 4 hat im Vergleich dazu 130nm.

Damit wäre es möglich bis zu 400 Millionen Transistoren in eine CPU zu integrieren. Zum Vergleich: Der Pentium 4 verfügt über 42 Millionen Transistoren. Taktraten von bis zu 10 Gigahertz und ein Stromverbrauch, der unter dem des Pentium III liegt, sollen dann möglich werden. Die neue Technologie soll ab 2005 im Fertigungsprozess eingesetzt werden.

Gegründet wurde das so genannte "EUV-Konsortium" (Extreme Ultra Violet) 1997. Unter den zahlreichen namhaften Hersteller die das Projekt unterstützen, befinden sich unter anderem Intel, Motorola, Infineon und AMD. (PC-WELT, 13.03.2001, eb)

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