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Chinesische Hacker haben es auf Online-Games-Entwickler abgesehen

13.04.2013 | 05:01 Uhr |

Einem aktuellen Report von Kaspersky Lab zufolge attackiert die chinesische Hacker-Gruppe Winnti seit Jahren Entwickler von Online-Games.

Die Sicherheitsexperten von Kaspersky Lab haben in ihrem Report „Winnti. More than just a game“ die Machenschaften einer in China ansässigen Hacker-Gruppe aufgedeckt. Die unter dem Namen Winnti agierende Gruppierung hat es bereits seit mehreren Jahren auf Entwickler von Online-Games abgesehen. Über einen Trojaner gelang es Winnti immer wieder, Source-Code und digitale Zertifikate von den Servern der Hersteller zu stehlen.

Kaspersky Lab kam den Machenschaften bei der Untersuchung von infizierten Servern einer nicht näher genannten Spiele-Schmiede auf die Schliche. Die gefundene Malware stellte sich als speziell für die Online-Games des Anbieters entwickelte Software heraus, die bestimmte Eigenschaften des Spiels verändern konnte – beispielsweise zugunsten von Cheats.

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Die Spieler selbst bekommen von den infizierten Servern nichts mit. Auch den Entwicklern sind entsprechende Trojaner meist nicht aufgefallen. Laut Kaspersky Lab sind die Hacker überaus vorsichtig und haben es somit geschafft, die Studios über mehrere Jahre hinweg zu bestehlen – mit digitaler Währung oder dem Weiterverkauf von Zertifikaten auf dem Schwarzmarkt. Betroffen sind laut Schätzungen mehr als 30 Online-Games-Entwickler in Südostasien sowie Publisher auf der ganzen Welt.

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