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Chinesische Hacker stehlen Ausweisnummern

22.02.2006 | 15:46 Uhr |

Sie betreiben einen schwunghaften Handel mit Items für Online-Spiele.

In Südkorea wurden Namen und Ausweisnummern von etwa 2000 Koreanern gestohlen, vermutlich vom Web-Server eines Online-Shops. Nach einem Bericht der Korea Times erhielt der Spiele-Hersteller NC Soft Beschwerden von Online-Spielern, deren Identitäten missbräuchlich benutzt wurden, um neue Spieler-Konten anzulegen.

In Südkorea verlangen Internet-Provider, Web-Shops und Spiele-Portale die Angabe der Personalausweisnummer beim Anlegen eines Accounts. Aus dieser Nummer lässt sich unter anderem auch das Geburtsdatum ablesen. Die Regierung Südkoreas kritisiert diese Praxis und fordert die Anbieter auf, die Erhebung dieser unnötigen Daten zu unterlassen.

NC Soft und andere Anbieter räumen ein, dass sie die Ausweisnummern eigentlich nicht brauchen, fragen sie jedoch weiterhin ab. Bei Spielern aus anderen Ländern genügt ihnen hingegen eine verifizierte Mail-Adresse. NC Soft ist unter anderem Anbieter des Online-Spiels "Lineage", das mit einem neu angelegten Spieler-Konto zunächst drei Tage lang kostenlos gespielt werden darf.

In Korea wird spekuliert, dass chinesische Hacker dahinter stecken, die unter falschen Identitäten einen schwunghaften Handel mit (virtuellen) Waffen, Werkzeugen oder Zaubersprüchen für Online-Spiele betreiben. Diese werden erzeugt, indem gering bezahlte Hilfskräfte immer wieder vorgegebene Abläufe abspulen. Die so "gewonnenen" Schätze werden dann gegen richtiges Geld verkauft.

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