116878

Chinesische Firma mit Spam-Bußgeld belegt

22.08.2006 | 15:31 Uhr |

Ein chinesisches Gericht hat eine einheimische Firma wegen Spam-Aktivitäten verurteilt. Der Fall gilt als einer der ersten seiner Art, wie staatliche chinesische Medien berichten.

Eine im Süden Chinas ansässige Firma ist dazu verurteilt worden, 5000 Renminbi (yuan), also umgerechnet knapp über 500 Euro, für Spamming-Aktivitäten zu zahlen. Laut der englischsprachigen Ausgabe der China Daily ist dies das erste Verfahren, bei dem der neu eingeführter Maßnamenkatalog mit der Bezeichnung "Measures for the Administration of Internet Email Service" angewandt wurde.

Die Maßnahmen wurden erst im März dieses Jahres eingeführt. Firmen können dabei mit einem Bußgeld von bis zu 30.000 Renminbi (yuan), umgerechnet etwa 3050 Euro, belegt werden. Zhang Aiping, Vize-Direktor der Guangdong Provinz-Verwaltung für Kommunikation, wird in der Zeitung mit den Worten zitiert: "Dieses Bußgeld wird eine Warnung an Spam-Versender sein."

Laut einem Branchenkenner sind nicht die einheimischen Firmen das Problem. "Die größten Spammer in China sind nicht die Chinesen“, so Danny Levinson, Managing Partner der in Peking ansässigen BDL Media, die einen Mail-Service betreibt. "Die größten Spammer in China sind Ausländer, die chinesische Server nutzen, um große Mengen an unerwünschter Mail weltweit zu verteilen."

0 Kommentare zu diesem Artikel
116878