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Chinesen wollen Dell wegen falschem Prozessor verklagen

14.08.2006 | 13:09 Uhr |

Dumm gelaufen: Weil Dell vergessen hat, Prospekte für ein Notebook zu ändern, drohen dem US-Hersteller nun etliche Klagen verärgerter chinesischer Kunden.

Dell hatte nämlich in seinem "Inspiron 640M" statt des beworbenen Prozessors "T2300" von Intel den 32 Dollar günstigeren "T2300E" verbaut - vorgeblich, um "Mehrwert für Kunden" zu schaffen, die an bestimmten Fähigkeiten des T2300 (Virtualisierung) nicht interessiert seien. Leider wurde versäumt, die Marketing-Materialien für den chinesischen Markt entsprechend zu modifizieren.

Laut der Zeitung "China Daily" drohen Dell deswegen nun hunderte von Klagen. Eine erste sei bereits Ende Juli in Shanghai von einer Einzelperson angestrengt worden, eine zweite von 19 Klägern folgte Anfang letzter Woche in Xiamen (Provinz Fujian). Der Needham-Analyst Charles Wolf erwartet unterm Strich keine gravierenden Konsequenzen für den texanischen Direktanbieter. Allerdings könne dessen Image in der für künftiges Wachstum wichtigen Region leiden. (tc)

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