06.02.2007, 12:02

Hans-Christian Dirscherl

Chinesen entwickeln 100-Euro-PC

Nachdem das 100-Dollar-Notebook (das tatsächlich etwas mehr als 100 Dollar kostet) schon seit einiger Zeit für Furore sorgt, entwickelt ein chinesischer PC-Hersteller jetzt einen Billig-PC, der für etwas weniger als umgerechnet 100 Euro verkauft werden soll. Ähnlich wie die guten alten Heim-PCs kann dabei ein TV-Gerät den Monitor ersetzen. Anwender in Deutschland dürften aber kaum an einen "Tian En GX-2 " gelangen können.
Der "Tian En GX-2" von "Sichuan Sinomanic Technology LLC" soll Chinesen mit geringer Kaufkraft den Einstieg in die Welt der PCs eröffnen. Der Billigheimer wird für umgerechnet knapp über 98 Euro in den Handel kommen. Als Zielgruppe gelten Anwender in den ländlichen Regionen Chinas. Dahinter steht offensichtlich auch eine politische Absicht: Das Reich der Mitte will mit dem Billig-PCs fürs flache Land die berühmt-berüchtigte Technologie-Kluft zwischen den hoch entwickelten Städten und den weniger stark entwickelten ländlichen Gebieten verringern.
Für weniger als 100 Euro darf man aber keinen Boliden erwarten. Der GX-2 besitzt einen 400-MHz-MIPS-Prozessor von Raza Microelectronics und 128 MB DDR-RAM. Ferner stehen ein USB-2.0-Port und eine 10/100 Mbit-Ethernetschnittstelle zur Verfügung. Als Datenspeicher dient nicht etwa eine Festplatte, sondern eine 1-GB-SD-Speicherkarte. Das erinnert einen unwillkürlich an die Zeiten von C64 und Atari, als man Daten noch auf Disketten speichern musste, weil die Heim-PCs keine Festplatten besaßen.
Da nur die wenigsten potenziellen Käufer über Geld für einen zusätzlichen Monitor verfügen dürften, verfügt der Rechner über einen TV-Ausgang, damit er problemlos an ein vorhandenes Fernseh-Gerät angeschlossen werden kann. Auch das erinnert einen an die Zeit der Heim-Computer. Ein VGA-Anschluss ist aber zusätzlich auch noch vorhanden.
Als Betriebssystem kommen entweder Linux oder Futurealpha, ein in China entwickeltes Betriebssystem, zum Einsatz. Zum mitgelieferten Softwarepaket gehören unter anderem ein Internet-Browser, ein Wörterbuch für Chinesisch-Englisch und eine Kalenderverwaltung. Von einem vollständigen Office-Programm ist nicht die Rede.
Produktionsstart soll im dritten Quartal 2007 sein.
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