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Chinas Behörden gehen gegen Raubkopien, Pornografie und Falun Gong vor

17.07.2006 | 12:11 Uhr |

In einer groß angelegten Aktion wollen die chinesischen Behörden gegen Raubkopien, Pornografie und die religiöse Bewegung Falun Gong vorgehen. Erste Verhaftungen hatten bereits mehrjährige Gefängnisstrafen zur Folge.

Chinesische Behörden haben damit begonnen, gegen illegale Produktionsstätten von DVDs, Vertreibern von Pornografie und der in China verbotenen, religiösen Bewegung Falun Gong vorzugehen. Dies meldet der IDG News Service unter Berufung auf chinesische Medien. Demnach haben Beamte diverser Regierungsministerien, darunter Chinas "National Anti-Pornography and Anti-Piracy Office", Razzien bei diversen Produktionslinien in den Provinzen Heilongjiang und Guangdong durchgeführt. Diese markieren laut der Zeitung "Daily China" den Beginn einer auf 100 Tage angesetzten Kampagne gegen Piraterie.

Doch bereits zuvor waren die Behörden aktiv. So wurden, wie nun bekannt wurde, bereits Ende März 2006 zwei Personen in Heilongjiang festgenommen, die mehr als 4000 DVDs mit Werbematerial für Falun Gong hergestellt hatten. Die Bewegung ist in China seit 1999 verboten.

Ein ebenfalls aus dieser Provinz stammender Betreiber einer Porno-Website wurde bereits zu einer Haftstrafe von 11 Jahren sowie einer Geldstrafe in Höhe von umgerechnet rund 2965 Euro verurteilt. Pornografie ist in China illegal und hat empfindliche Strafen zur Folge.

In der Provinz Guangdong wurden zudem eine Reihe von Produktionslinien von VCDs geschlossen. Acht Personen wurden in diesem Zusammenhang zu Haftstrafen von je drei Jahren verurteilt. Und in Shenzhen, an der Grenze zu Hongkong, konnte die Polizei laut Zeitungsbericht knapp 800.000 Raubkopien von CDs/DVDs sicherstellen.

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