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China verbietet Windows 8 auf Regierungsrechnern

20.05.2014 | 16:29 Uhr |

Immer noch läuft ein Großteil der chinesischen PCs unter Windows XP - doch China verbietet die Installation von Windows 8, zumindest auf Rechnern der Regierung. Stattdessen soll eine spezielle Linux-Version her.

Erst letzten Monat hatten wir berichtet , dass auf chinesischen Regierungs-Rechnern oftmals noch Windows XP läuft und dass China die Kosten für das Upgrade auf Windows 8 scheut. Nun berichtet news.xinhuanet.com, dass China den Einsatz von Windows 8 auf Computern der Regierung verboten habe. Damit, so der Bericht, wolle man für die PC-Sicherheit nach der XP-Ära sorgen. Auf allen Desktop-Pcs, Laptops und Tablets der Regierung soll ein anderes Betriebssystem als Windows 8 installiert werden, so die Order. Privat-Rechner seien davon aber nicht betroffen, heißt es im Bericht.

Derzeit laufen noch die meisten Regierungsrechner unter Windows XP und in China insgesamt ist XP auf 70 Prozent der Rechner vertreten. Doch Microsoft hat bekanntlich zum 8. April den Support eingestellt - Sicherheitslücken werden nicht mehr geschlossen. China will darum - als Alternative zu Windows 8 - ein eigenes Betriebssystem auf Linux-Basis entwickeln. Dann stünde man nicht in einigen Jahren, wenn der Supportzeitraum von Windows 8 ein Ende hat, vor dem gleichen Problem.

Es gibt bereits in China entwickelte Linux-Varianten, etwa KylinOS. Der chinesische Supercomputer Tianhe-2 arbeitet beispielsweise mit diesem Betriebssystem. Auch andere Länder nutzen eigene Linux-Versionen - so kommt beispielsweise in Nordkorea ein Linux zum Einsatz, das wie Mac OS X aussieht: Red Star 3.0 .

Linux gibt es für jeden Zweck und jeden Anwender - wie wir in einem großen Überblick zusammengefasst haben. Darunter finden Sie auch zahlreiche Exoten.

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