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China will mit eigener UMTS-Handynetztechnologie antreten

Chinas Mobilfunkindustrie will mit eigenem UMTS- Mobilfunk-System in Europa und Amerika antreten.

"Erst geht es darum, damit auf dem chinesischen Markt erfolgreich zu sein. Wenn das bei uns gut funktioniert, dann werden wir sicherlich versuchen, diese Technologie auch ins Ausland zu exportieren", kündigte der Deutschland-Chef des Mobilfunkgeräte-Konzerns ZTE, Haifeng Ling, in der "Berliner Zeitung" (Wochenend-Ausgabe) an.

Chinas große Mobilfunkhersteller wie Huawei, ZTE und TCL wollen das unter anderem mit Siemens und Ericsson entwickelte eigenständige UMTS demnächst erstmals auf den chinesischen Markt bringen. Es ginge darum, als erstes eine neue Technologie zu beherrschen, sagte Ling. Wer damit Erfolg habe, beherrsche auch später den Massenmarkt.

Ein wichtiger Grund für die Entwicklung eines eigenständigen UMTS- Systems seien auch die hohen Lizenzzahlungen für die bestehende Mobilfunk-Technologie gewesen. US-Unternehmen wie Qualcomm verlangten "gewaltige Summen", wenn man Geräte nach dem jetzt gebräuchlichen UMTS-Standard bauen wolle. Lizenzzahlungen von bis zu acht Prozent vom Umsatz seien üblich, sagte Ling. "Die Amerikaner sind nur so dominant auf dem Markt, weil sich keiner bislang dagegen gewehrt hat", erklärte der Manager den Vorstoß der chinesischen Industrie.

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