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China will Spam bekämpfen

05.07.2005 | 15:31 Uhr |

China hat sich einem internationalen Übereinkommen zur Bekämpfung unerwünschter Werbe-Mails angeschlossen.

China hat sich dem "London Action Plan on Spam Enforcement Collaboration" angeschlossen, einem internationalen Aktionsbündnis gegen Spam. Die Volksrepublik China ist nach den USA die zweitgrößte Quelle für Spam (unverlangte Werbe-Mails).

Der Aktionsplan wurde im Oktober 2004 auf einer Anti-Spam-Konferenz in London ins Leben gerufen. Er basiert auf vorhergehenden Aktivitäten nationaler Behörden und internationaler Organisationen auf diesem Gebiet. Ziel ist die Verbesserung der internationalen Zusammenarbeit bei der Bekämpfung des Spam-Problems. Die " Operation Spam Zombies " war eine Initiative dieser Koalition.

Der Beitritt Chinas zu dem Bündnis wird als wichtiger Fortschritt angesehen. Aus China kommen geschätzte 20 Prozent der unerwünschten Werbe-Mails - auch weil Spammer in China billige und anonyme Hosting-Angebote vorfinden. In China gibt es inzwischen über 100 Millionen Internet-Nutzer. China wird in London durch "Union Network Beijing" vertreten, eine Regierungsorganisation zur Durchsetzung des kürzlich erlassenen Anti-Spam-Gesetzes und zur Bekämpfung von Malware.

Der britische Minister Alun Michael, zuständig für den Internet-Handel, begrüßte den Schritt der chinesischen Regierung. Man habe mit China lange darüber verhandelt. Großbritannien wolle während seiner EU-Ratspräsidentschaft zusammen mit China und anderen Ländern die Bekämpfung von Spam und Malware weiter voran bringen.

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