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China und Russland sind Spitzenreiter bei Raubkopien

12.02.2007 | 15:46 Uhr |

China und Russland sind die Spitzenreiter, wenn es um Copyright-Verletzungen bei Software und Musik aus den USA geht. Das hat die "International Intellectual Property Alliance" (IIPA) jetzt bekannt gegeben.

Nirgendwo wird mehr US-Software raubkopiert und illegal vertrieben als in China und in Russland. Auch illegal vertriebene Musik erfreut sich dort großer Beliebtheit. Das ist das Fazit der alljährlich durchgeführten Untersuchung der "International Intellectual Property Alliance" (IIPA). Hinter der IIPA stehen nach eigenen Angaben zirka 1900 amerikanische Medienunternehmen, die unter anderem Filme, Musik und Software produzieren.

Die 60 Staaten, in denen am meisten gegen Copyright-Bestimmung bei Software und Musik verstoßen wird, verursachen der US-Industrie 15,25 Milliarden US-Dollar Schaden. 2,21 Milliarden steuert dabei allein das Reich der Mitte bei. Damit ist China das Land, das am stärksten gegen Urheberrechtsbestimmungen verstößt. Den Löwenanteil nimmt der IIPA zufolge illegale Business-Software ein.

Putins Imperium muss sich nur knapp den Chinesen geschlagen geben, denn in Russland wird illegale Musik und Software im Wert von 2,18 Milliarden Dollar handelt. Der Trend ist bei diesen beiden Staaten aber entgegen gesetzt: Während in China laut IIPA Copyright-Bestimmungen zunehmend besser beachtet würden und die Schadenshöhe deshalb leicht zurück ging, befindet sich in Russland der Raubkopienmarkt weiter auf Wachstumskurs.

China und Russland sind aber nur die Spitze des Eisberges, die Zahl der Übeltäter ist deutlich größer. Die IIPA empfiehlt deshalb, insgesamt 16 Staaten wegen ständiger Urheberrechtsverletzungen genau zu beobachten (den Staaten, die sich auf dieser Beobachtungsliste befinden, kann die USA gegebenenfalls Handelsprivilegien entziehen). Darunter befinden sich aber nicht nur die bereits erwähnten Länder Russland und China, sondern mit Mexiko und Kanada auch zwei Nachbarstaaten der USA, die zudem beide mit die wichtigsten Handelspartner der Vereinigten Staaten sind.

Der drittschlimmste Raubkopiererstaat ist übrigens Italien. Dort wurden im letzten Jahr US-Software und -Musik im Wert von 1,41 Milliarden Dollar illegal vertrieben. Italien "genießt" aber im Unterschied zu Russland und China nicht den höchsten Beobachtungsstatus. Die IIPA scheint bei der Bewertung Italiens offensichtlich dessen Bemühungen im Kampf gegen Raubkopien zu honorieren.

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