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China im IT-Bereich investitionsfreudiger als USA

11.08.2007 | 14:21 Uhr |

Die Unternehmen in China wollen deutlich mehr in die Sicherheit der Informationstechnik investieren als US-amerikanische Firmen. Die dafür geplanten Maßnahmen richten sich jedoch nicht immer nach den erwiesenen Risikobereichen.

Chinesische Unternehmen sehen sich im Zuge ihrer immer größer werdenden Bedeutung für die Weltwirtschaft vor erhebliche Herausforderungen im Bereich der IT-Sicherheit gestellt. Mit kostspieligen Maßnahmen wollen chinesische Firmen ihre vermeintlichen Sicherheitsprobleme beheben. Ganze 19 Prozent des gesamten IT-Budgets sollen in sichere Netze investiert werden. Ihre US-amerikanischen Kollegen wollen hingegen nur 12 Prozent in diesem Bereich aufwenden. Mehr als die Hälfte der Verantwortlichen im chinesischen IT-Sektor schätzt Bedrohungen deutlich höher ein als im Vorjahr und will mit gesteigerten Ausgaben für die Sicherheit darauf reagieren. In den USA liegt dieser Anteil bei nur 16 Prozent. Immerhin 39 Prozent aller Befragten gaben auch dort an, mehr in die IT-Sicherheit investieren zu wollen. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie der Beratungsexperten von Accenture , an der mehr als 3000 IT- und Sicherheits-Fachleute sowohl aus den USA als auch aus China teilgenommen haben.

Problematisch sei trotz der gesteigerten Investitionsfreude jedoch die Art und Weise der Sicherheitsaufstockung. Nur jedes dritte US-Unternehmen und zwei Fünftel aller chinesischen Firmen beziehen aktuelle Analysen der IT-Sicherheitsrisiken in ihre Planung mit ein: „Organisationen in beiden Ländern geben zwar mehr für die Sicherheit ihrer IT aus, aber es hat den Anschein, als wüssten sie nicht genau, warum. Ohne Bedrohungen vollständig zu verstehen und ohne den Wert von Sicherheitsmaßnahmen systematisch zu messen, drohen viele Maßnahmen ins Leere zu laufen und einem Unternehmen keinen Mehrwert zu bringen.", erklärt Dr. Alastair MacWillson, Managing Director Security bei Accenture . Als besonders wichtig habe sich laut Studie der Schutz vor Viren und Würmern entpuppt. 70 Prozent aller chinesischen Unternehmen hatten im vergangenen Jahr mit einer Attacke zu kämpfen, in den USA war es fast die Hälfte aller Firmen.

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