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Panda-Wurm-Autor muss ins Gefängnis

25.09.2007 | 16:18 Uhr |

Der Autor des Panda-Wurms, Li Jun, wurde in China zu vier Jahren Gefängnis verurteilt. Zusammen mit drei weiteren Personen entwickelte und verkaufte Li den Wurm, der vor gut einem Jahr weltweit Rechner infizierte.

Im November 2006 ging der Panda-Wurm um und infizierte in der Folge weltweit tausende Rechner. Geschrieben wurde die Malware von dem Chinesen Li Jun, der nun dafür zu vier Jahren Haft verurteilt wurde. Drei Mithelfer müssen Gefängnisstrafen zwischen einem und zweieinhalb Jahre verbüßen. Das Quartett hatte den Wurm-Code seinerzeit auch weiterverkauft, insgesamt wurden so rund 27.000 Dollar eingenommen. Li erhielt dabei mit 13.000 Dollar den Löwenanteil.

Der Fall sorgte unter anderem auch deswegen für Aufsehen, da Li kurz nach seiner Festnahme gezwungen wurde, ein Tool zu programmieren, das den Panda-Wurm bekämpfen soll . Darüber hinaus sollte sich der Autor im Beschreibungstext des Tools für seine Taten entschuldigen. Offiziell wurde dieses Tool niemals veröffentlicht, die Antivirenspezialisten von Symantec konnten sich seinerzeit allerdings eine Kopie sichern und unter die Lupe nehmen. Ergebnis: es war nahezu wirkungslos.

Westliche Sicherheitsspezialisten begrüßten das Urteil: "Chinesische Cyberkriminelle treffen nicht nur PCs in ihrem Land, sondern Anwender in der ganzen Welt. Daher ist es ermutigend zu sehen, dass die Behörden etwas unternehmen", so Graham Cluley, Senior Technology Consultant bei Sophos.

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