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Gericht verbietet Verkauf von Windows XP

18.11.2009 | 14:49 Uhr |

Ein Gericht in China hat Microsoft verurteilt, weil Microsoft Urheberrechte verletzt habe. Die Folge: Microsoft darf Windows XP nicht mehr verkaufen.

Microsoft habe dem "Beijing Number One Intermediate People's Court" zufolge die Urheberrechte der chinesischen Firma Zhongyi Electronic Limited verletzt, wie verschiedene chinesische Medien und eine chinesische Nachrichtenseite schreiben . Microsoft habe den mit Zhongyi Electronic Limited vertraglich vereinbarten Rahmen für die Nutzung und den Verkauf von Schriftarten, die Microsoft von Zhongyi Electronic Limited erworben hatte, überschritten.

Microsoft habe im Laufe der Jahre in insgesamt acht Betriebssysteme zu viel die besagten Fonts eingebaut. Dabei handelt es sich konkret um verschiedene Versionen von Windows 98, 2000, Server 2003 und Windows XP. Die Nutzungsvereinbarung zwischen der chinesischen Firma und Microsoft habe dagegen nur Windows 95 betroffen - nur dafür habe Microsoft Lizenzgebühren bezahlt.

Das Pekinger Gericht untersagte Microsoft daraufhin den Vertrieb von Windows XP. Microsoft will Berufung einlegen. Bis das Berufungsgericht entschieden hat, wurde das Verkaufsverbot allerdings ausgesetzt.

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