26.11.2004, 12:02

Eric Bonner, tec tec

Cert will einheitliche Bezeichnungen für Viren

Das Computer Emergency Readiness Team (Cert) will die teilweise recht chaotische Namensvergabe bei Malware beenden und Viren nach einem festen Schema benennen. Unterstützt wird das Vorhaben von McAfee, Microsoft, Symantec und Trend Micro.

Das US-amerikanische Computer Emergency Readiness Team (US-Cert) koodiniert eine von mehreren Herstellern ergriffene Initiative, einheitliche Bezeichnungen für Computerviren und andere elektronische Schädlinge durchzusetzen. Dies berichtet unsere Schwesterpublikation Tecchannel.
So haben sich McAfee, Microsoft, Symantec und Trend Micro gemeinsam mit dem Department Of Homeland Security (DHS) dafür ausgesprochen, einen Standard für "Common Malware Enumeration" (CME) zu entwickeln. Sie wollen damit die Verwirrungen um unterschiedliche Namen von Würmern und Viren beenden.
Bisher konnte jeder Hersteller, der einen neuen Virus entdeckte, diesen willkürlich bezeichnen. Das führte mitunter dazu, dass fast zeitgleich entdeckte Schädlinge verschiedene Namen erhielten. Das soll nun anders werden. In Anlehnung an die Auflistung der "Common Vulnerabilties and Exposures" (CVE), die das US-Cert gemeinsam mit dem Anbieter Mitre Corp. verwaltet, ist der Aufbau einer CME-Datenbank vorgesehen. Künftig sollen Viren dann nach dem Schema "CME-1234567" dort erfasst werden. Als Ergänzung dazu sollen aber Namen wie "Blaster" oder "Slammer" auch in Zukunft erlaubt sein.
Wegen der hohen Zahl neuer elektronischer Schädlinge sollen zunächst nur "größere Bedrohungen" über CME erfasst werden. Bereits im Januar könnte ein entsprechendes Pilotprojekt starten, hoffen die Befürworter.
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