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Java-Paket ermöglicht Datenbackup, SMS und Telefonkonferenzen

Cellity hat seine verschiedenen Java-Programme zum cellity Communicator geschnürt. Unter einer einheitlichen Oberfläche lassen sich jetzt kostengünstig SMS verschicken, Telefonkonferenzen halten, aber auch die Kontaktdaten des Handys sichern.

Der Software-Anbieter cellity hat seine Telefon- und SMS-Programme zu einer All-In-One-Lösung verpackt, dem cellity Communicator. Damit lassen sich kostenlose Textnachrichten verschicken, oder laut Anbieter bis zu 90 Prozent günstigere Auslandstelefonate führen. Die Software ist in Java geschrieben und funktioniert auf einer großen Zahl von Handys.

Der cellity Communicator enthält die Produkte freeSMS, groupCALL und worldCALL und neue Services wie das Online-Backup der Telefonkontakte. Für letzteres ist keine Bluetooth- oder USB-Verbindung zu einem PC vonnöten, wie bei dem Anbieter zyb.com schickt der Nutzer die Daten über eine gesicherte Verbindung direkt vom Handy auf den cellity-Backup-Server. Von dort können die Daten jederzeit wieder auf ein beliebiges Handy abgerufen werden ? sofern die cellity-Software darauf installiert ist.

Mit freeSMS können sich cellity-Kunden untereinander Kurznachrichten schicken. Cellity verlangt für die Weiterleitung kein Geld, allerdings fallen Kosten für die Datenverbindung an. Die können wie etwa bei T-Mobile Xtra Click auch schon mal 19 Cent für 10 KB plus einer Tagespauschale von 9 Cent betragen. Dafür darf eine SMS bis zu 2048 Zeichen lang sein. Ist der Communicator nicht geöffnet, bekommt der Empfänger einen PING-Anruf mit einer bestimmten Rufnummer, die darauf hinweist, dass ihm eine SMS zugeschickt wurde.

Auch im Ausland lässt sich mit cellity sparen. Über die Applikation worldCALL können die anfallenden Roamingkosten umgangen werden, die außerhalb der EU wie bei Vodafone schon einmal 5,63 Euro pro Minute betragen. Die vergleichsweise günstigen Minutenpreise - Gespräche aus dem Festnetz von Spanien, Italien oder Kroatien kosten beispielsweise 6 Cent pro Minute - erreicht cellity durch einen Call-Back-Service. Dabei wird über die Software die Zielrufnummer und die Rufnummer etwa des Hotels, in dem der Nutzer Urlaub macht, an einen Server übertragen, der die Vermittlung des Gespräches übernimmt.

Für diesen Dienst muss allerdings wieder eine Datenverbindung aufgebaut werden, wodurch zusätzliche Kosten anfallen. Die Roamingkosten für Datentarife im Ausland sind jedoch vielfältig und für den Kunden oft kaum nachzuvollziehen. Der Nutzer sollte vor Beginn seines Auslandsaufenthaltes besser bei seinem Anbieter telefonisch nachfragen, um Sicherheit zu haben.

GroupCALL ist ein Tool, um Telefonkonferenzen zu ermöglichen. Der Nutzer gibt mehrere Zielrufnummern ein und schickt diese per Datenverbindung an den cellity-Server, der den Initiator zurückruft und danach eine Verbindung mit allen anderen Teilnehmern aufbaut. Jede Verbindung in das Festnetz kostet pro Minute 3 Cent, ein Anruf auf das Handy wird mit 15 Cent je Minute abgerechnet. Die Telefonkonferenz wird ausschließlich vom Anrufer bezahlt. Ab April integriert cellity außerdem eine E-Mail-Funktion in den Communicator.

Die Bezahlung der Dienste erfolgt über ein Prepaid-Konto. Verschiedene Möglichkeiten stehen zur Auswahl, von der Kreditkarte über Gutscheine bis hin zu Online-Zahlungsdiensten wie PayPal, Click&Buy oder Moneybookers. Die Software unterstützt alle Java-fähigen Handys sowie die Blackberrys von RIM.

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