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Celerons werden schneller

28.11.2000 | 11:34 Uhr |

Kaum ist der Pentium 4 erschienen, tauchen auch schon die ersten neuen Pläne von Intel auf. Demnach sollen schon im ersten Quartal 2001 die ersten Celerons erscheinen, die mit einem Frontside Bus von 100 Megahertz arbeiten.

Kaum ist der Pentium 4 erschienen, tauchen auch schon die ersten neuen Pläne von Intel auf. Das britische Nachrichtenmagazin "The Register" hat die zukünftigen Pläne des Chipgiganten zugespielt bekommen.

Auch der Pleiten-Chip 1,13 Gigahertz Pentium III ist auf der Roadmap von Intel noch immer verzeichnet. Geplanter Neustart ist das zweite Quartal - fraglich bleibt aber dennoch, ob er wirklich noch erscheinen soll.

Noch im ersten Quartal 2001 soll der Pentium 4 mit 1,3 Gigahertz erscheinen. Dieser soll der am niedrigsten getaktete Pentium 4 sein. Schon jetzt verfügbar sind die P4-Prozessoren mit 1,4 und 1,5 GHz.

Noch im zweiten Quartal sollen zwei andere interessante Prozessoren erscheinen: Intel hat angekündigt den Pentium 4 mit 1,7 und 2 Gigahertz dann für Desktop-PCs zu veröffentlichen.

Auch bei den Billig-CPUs, den Celerons, soll es Veränderungen geben. So soll der günstigste Celeron in Zukunft der 733 Megahertz-Prozessor sein.

Im ersten Quartal 2001 werden die Celerons schließlich mit 100 Megahertz FSB (siehe Glossar) betrieben werden können. Dann soll auch der 800 Megahertz-Celeron erscheinen und drei Monate später der Celeron mit 850 Megahertz. Damit würde Intel erstmals einen FSB mit 100 Megahertz für seine Billig-CPUs nutzen. Hauptkonkurrent AMD taktet schon seit langem seine Billig-CPU Duron mit 100 Megahertz FSB.

Bei den Prozessoren für mobile Rechner hat sich Intel für 2001 einiges vorgenommen: Im ersten Quartal soll der PIII mit 900 Megahertz erscheinen. Noch im zweiten Quartal erscheint dann nach diesem Plan die 1-Gigahertz-Variante. Beide werden den BX440 Chipsatz von Intel nutzen. Der neue Chipsatz 815EM soll Mitte des Jahres erscheinen.

Für den mobilen Einsatz wird der Celeron mit 750 Megahertz im ersten Quartal veröffentlicht und anschließend der 800 Megahertz-Celeron. Billig-Notebooks mit einem 700-Megahertz-Celeron können demnach ab Mitte 2001 schon für unter 1000 Dollar (rund 2300 Mark) erhältlich sein.

Im zweiten Quartal 2001 will Intel den Pentium III vorstellen, der in der 0,13-Mikron-Technik hergestellt wird. Der Chip trägt noch den Codenamen "Tualatin". Der Prozessor wird einen L2-Cache von 256 Kilobyte haben. Der erste Chip soll mit 1,26 Gigahertz getaktet sein und sowohl für Desktop-PCs, als auch für Notebooks erscheinen.

Intel fertigt den Pentium 4 (Codename "Willamette") derzeit noch mit der 0,18 Mikron-Technik. Ende 2001 werden die ersten Pentium 4 (Codename "Northwood") erscheinen, die mit der 0,13-Mikron-Technik gefertigt werden. Sie werden vom Start weg mit über zwei Gigahertz getaktet sein.

Im zweiten Quartal 2001 soll auch der Prozessor mit dem Codenamen "Foster" erscheinen. Dabei handelt es sich um einen Pentium 4 Xeon für Workstations, der mit 1,7 Gigahertz getaktet sein wird und den 860er Intel-Chipsatz nutzen wird. (PC-WELT, 28.11.2000, pk)

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