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Messetrends zu Navigation

15.02.2008 | 14:29 Uhr |

Ein Kernthema auf der Cebit 2008 ist die Navigation: Zu sehen ist, wie das Navigieren per Handy funktioniert, oder wie realistisch die Sehenswürdigkeiten in 3D ausfallen. Sie finden die meisten Aussteller in den Hallen 14 und 15.

Navigation per Handy
Wer sich für das Navigieren mit dem Mobiltelefon interessiert, findet auf der Cebit unterschiedliche Ansätze. Hersteller Navigon (Halle 15, Stand E13) etwa kooperiert mit Samsung und zeigt auf der Messe die Handy-Modelle SGH-i550 und SGH-i560, bei denen die Software MobileNavigator vorinstalliert ist. So fallen keine Gebühren pro Navigation an. Der Anwender kann die Software zunächst zwei Wochen lang kostenlos testen und dann gegen eine Gebühr frei schalten. Navigon geht davon aus, dass bereits Ende 2008 jedes zehnte Handy über einen GPS-Chip verfügen wird – ein guter Markt für die eigene Software-Lösung, die sich laut Hersteller auf jedes GPS-Handy installieren lässt.

Noch einen Schritt weiter geht Navigon mit dem Konzept „Connected Navigation“: Der Anwender soll hier zusätzliche Online-Dienste nutzen können, ohne dass er extra zur Kasse gebeten wird. Die Dienste sollen sich über Werbung und etwaige Vermittlungsprovisionen finanzieren. Für den Handy-Nutzer ist demnach beispielsweise die Suche nach einem geeigneten Hotelzimmer kostenfrei. Das genutzte Online-Portal wiederum verdient beim Buchen des Zimmers eine Vermittlungsgebühr.

Navi-Handy: Garmin Nüvifone
Vergrößern Navi-Handy: Garmin Nüvifone
© 2014

Garmin (Halle 15, Stand D08) steigt gleich selbst in den Mobilfunkmarkt ein und präsentiert mit dem Nüvifone das erste Handy-Modell des Herstellers. Das Gerät vereinigt Handy, Browser und Navigation. Bedient wird es über den Touchscreen. Laut Hersteller verbindet es das Telefonieren mit dem Navigieren auf einfache Weise - ein Szenario: Telefoniert der Anwender gerade, wenn er in sein Auto einsteigt, muss er das Gespräch nicht unterbrechen. Er steckt das Nüvifone einfach in die Halterung. Damit aktiviert sich die GPS-Funktion und das Telefonat kann über die Freisprechanlage fortgesetzt werden.

Außerdem soll das Garmin Nüvifone das Internet via Google-Suche als POI-Datenbank nutzen. Gibt der Anwender etwa den Begriff „Café“ in das Navi-Handy ein, sortiert Google die Ergebnisse automatisch danach, wie weit die Cafés vom aktuellen Standort entfernt sind. Ab Werk soll das Nüvifone Karten zu Ost- und West-Europa sowie Nordamerika mitbringen. Es soll ab dem dritten Quartal 2008 erhältlich sein. Zum Preis macht Garmin derzeit noch keine Angaben.

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