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CeBIT: VoIP-Handys von T-Com und Arcor

Bereits am Dienstag berichteten wir über die Ankündigung des Hamburger Internet-Providers freenet.de, mit sogenannten Dual Mode-Handys am Mobilfunkmarkt Fuß fassen zu wollen. Diese ermöglichen es dem Handynutzer, sowohl über die normalen GSM-Mobilfunknetze als auch kostengünstig über WLAN bzw. VoIP ins Festnetz zu telefonieren...

Bereits am Dienstag berichteten wir über die Ankündigung des Hamburger Internet-Providers freenet.de , mit sogenannten Dual Mode-Handys am Mobilfunkmarkt Fuß fassen zu wollen. Diese ermöglichen es dem Handynutzer, sowohl über die normalen GSM-Mobilfunknetze als auch kostengünstig über WLAN bzw. VoIP ins Festnetz zu telefonieren. Nun legten T-Com und die Vodafone-Tochter Arcor auf der CeBit nach und kündigten ebenfalls ein entsprechendes Angebot für den Sommer an. Das Angebot von T-Com nennt sich T-One und soll gemeinsam mit dem Dual Mode-Gerät TC 300 zum Ende des zweiten Quartals 2006 verfügbar sein. In den eigenen vier Wänden telefoniert der T-One-Kunde über seinen Festnetzanschluss, den er typischerweise als T-Online DSL Kunde oder als T-Net Kunde der T-Com ohnehin besitzt.

An HotSpot-Standorten können die Kunden mit ihrem Telefon über Voice-over-IP Gespräche führen. Verfügt man nur über einen analogen T-Net Anschluss, sorgt eine so genannte Konverter Access Box für die Vermittlung der Sprachdaten ins Festnetz von T-Com.

Abseits von WLAN-Netzen klinkt sich das T-One-Handy ins GSM-Netz des Anbieters ein und ermöglicht so die Telefonie zu den üblichen Mobilfunkkonditionen. Das Gerät sucht sich automatisch das beste bzw. kostengünstigste Netz; die Voreinstellung von WLAN als bevorzugte Netzvariante sorgt dafür, dass T-Online DSL Kunden an den über 6000 HotSpot-Standorten von T-Online und T-Mobile vorzugsweise per VoIP telefonieren. T-One Kunden erhalten neben der bereits vorhandenen Festnetzrufnummer eine Mobilfunknummer sowie eine VoIP-Rufnummer. Interessierte Kunden können sich ab sofort unter www.t-one.de für das Angebot registrieren lassen.

Details zum ersten T-One-Endgerät, dem TC 300, gibt es abgesehen von gröberen Angaben, wie dem Vorhandensein eines Farbdisplays und einer Kamera, SMS- und MMS-Fähigkeit sowie Kalender und Adressfunktion, nicht. Als weitere T-One-Endgeräte sollen laut T-Com in der zweiten Jahreshälfte das Businessphone Nokia E60 und das Multimedia-Gerät Nokia N80 verfügbar sein.

Im Gegensatz zu T-One hat das ebenfalls für den Sommer angekündigte Angebot von Arcor bislang keinen konkreten Namen. Sicher ist lediglich, dass Arcor zum Start der Vermarktung in Kooperation mit seiner Muttergesellschaft Vodafone eine Auswahl subventionierter WLAN-fähiger Geräte anbieten will, wobei zu Preisen noch keinerlei Angaben gemacht wurden.

Wie bei den anderen bisherigen von der Konkurrenz geplanten Dual Mode-Angeboten, wird der Arcor-Kunde in der Lage sein, über WLAN oder VoIP kostengünstig im Festnetz und unterwegs im Stile eines normalen Mobiltelefons im GSM-Netz zu telefonieren. Arcors erstes Dual Phone soll ab dem 1. Juli zusammen mit einem Mobilfunkvertrag vermarktet werden, dabei aber auch mit fremden SIM-Karten kompatibel sein.

Auch wenn die Telefonie über IP-Netze und GSM mit den neuen Ankündigungen beinahe zur Selbstverständlichkeit wird, gibt es an den hier vorgestellten Lösungen einen massiven technischen Makel: keines der Geräte ist dazu in der Lage, einen Telefonats-Handover zwischen VoIP und GSM zu bewältigen. Verlässt man während eines laufenden Gesprächs die Hotspot-Abdeckung, wird das Gespräch beendet. Immerhin wird bei T-One das Makeln zwischen GSM- und VoIP-Gesprächen unterstützt - das Gerät ist in der Lage, beide Netzarten gleichzeitig zu bedienen. Erst die UMA(Unlicensed Mobile Access)-Technologie, die z.B. Motorola ( A910 ) oder Nokia ( 6136 ) in diesem Jahr einführen wollen, ermöglicht die nahtlose Überführung eines IP-Gesprächs ins GSM-Netz.

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