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CeBIT: Neues Tool bereitet RFID-Daten auf

15.03.2007 | 14:35 Uhr |

Identec Solutions zeigt die Beta-Version eines RFID-Management-Werkzeugs.

Auf der CeBIT stellt die Identec Solutions AG mit Hauptsitz im österreichischen Lustenau zwei Produktneuheiten vor: Die "ILR Visibility Suite" ist ein Web-basierendes Softwarewerkzeug zum Management von RFID-Daten (Radio Frequence Identification). Bei der Produktserie "I-port4" handelt es sich um eine neue Familie von Lesegeräten. An seinem Stand (Halle 6, H45) präsentiert das österreichische Unternehmen mit Nierderlassungen und Weinheim und Dallas auch Partnerlösungen von Navis, Wtek und Softech-RFID.

Die ILR Visibility Suite wird in Hannover in allerdings erst in einer Betaversion zu sehen sein. Laut Anbieter soll sie die Kunden bei der Optimierung ihrer Fertigungsprozesse, Assets und Ressourcen unterstützen, indem sie die von den Funkchips übermittelten Daten sinnvoll aufbereitet und in Form übersichtlicher Reports zusammenfasst. Unter anderem diene sie dazu

- RFID-Transaktionen automatisch und online aufzuzeichnen - sowohl aktuell als auch historisch,

- Produktionsprozesse mit relativ wenig Aufwand zu verfolgen und zu überwachen,

- Geräte über Statusabfragen zu suchen,

- den Zustand der Reader abzufragen ("Health Monitoring"),

- Qualitätsprobleme zu identifizieren,

- Artikel und Fertigungslose nachzuverfolgen sowie

- Engpässe und Ineffizienzen zuüberwachen.

Die individuell konfigurierbare Software eignet sich, so der Anbieter weiter, vor allem für Unternehmen, die Container zwischen mehreren Produktionstandorten hin- und herschicken müssen, zum Beispiel in der Automobilindustrie (siehe hierzu auch" RFID - viel Zukunft, wenig Gegenwart ") oder im Baumaschinenverleih. Das Kürzel ILR steht für "Intelligent Long Range". Es zeigt bereits an, dass sich Identec Solutions auf RFID-Anwendungen konzentriert, die mit größeren Distanzen zwischen Datenträger-Chip und Funklesegerät zurecht kommen müssen.

Die neue Reader-Serie i-Port4 ist für die drahtlose, automatische Datenerfassung ausgelegt. Sie soll Informationen von verteilt angebrachten Transpondern sammeln, filtern, aufbereiten und via GPRS oder Ethernet an ein Host-System senden. Dank der ultrahochfrequenten Funkübermittlung ließen sich Schreib-Lese-Abstände von bis zu 500 Metern überwinden, verspricht Identec Solutions. Das integrierte GPRS-Modul mache einen Eingriff in das Kundennetz verzichtbar. Die integrierte Echtzeit-Feldstärkemessung erlaube eine Positionsabschätzung von Datenträgern. Und das zum Reader gehörende Linux-basierende Softwarepaket ermögliche beispielsweise eine Vorverarbeitung der Daten sowie die Konfiguration und Parametrisierung über ein Web-Interface. (qua)

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