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CeBIT: Neuer Schwung für Origami?

17.03.2007 | 15:00 Uhr |

Medion und Gigabyte wollen mit günstigen Mini-PCs (UMPCs) dem bisher wenig erfolgreichen Origami-Konzept neues Leben einhauchen.

Samsung stellte auf der CeBIT bereits die zweite Generation seines UMPCs vor, den Q1 Ultra . Mit Medion und Gigabyte scheinen nun zwei weitere Anbieter ein Mobilgerät im Mini-Format anbieten zu wollen: Zumindest konnte man auf dem Messestand von Gigabyte einen Blick auf den U60 erhaschen. Er ist identisch zu dem UMPC MD96211, den Medion derzeit für 1000 Euro in seinem Online-Shop anbietet.

Der U60 besitzt eine Tastatur, die sich unter das Display schieben lässt. Außerdem lässt er sich dank Touchscreen per Stift oder Finger bedienen. Im 720 Gramm leichten UMPC arbeitet der mobile VIA-Prozessor C7-M mit 1 GHz Taktrate. Da es sich scheinbar um eine Ultra-Low-Voltage-Version handelt, dürfte er zwar stromsparend sein, seine Rechenstärke liegt aber deutlich hinter den Mobilprozessoren von AMD und Intel zurück.

Über dem 6,5 Zoll großen Display (Auflösung 800 x 480 Bildpunkte) sitzt eine Webkamera. Die Grafikfunktion ist im Chipsatz integriert – sie soll die Aero-Oberfläche von Vista unterstützen: Auf dem Messemodell ließ sich das nicht überprüfen, da es mit Vista Home Basic arbeitete, dem diese Funktion fehlt. Auf dem Medion-UMPC läuft laut Webseite aber Vista Home Premium.

Von Asus gab es keinen neuen UMPC zu sehen: Auf der letzten CeBIT hatte man ein Modell angekündigt, das schließlich im Oktober 2006 auf den Markt kam und in unserem Test nicht überzeugte. Für die nächste UMPC-Generation will sich Asus wahrscheinlich bis Herbst diesen Jahres Zeit lassen.

Außerdem wird Sony einen UMPC anbieten . Andere Hersteller planen derzeit nicht, in den UMPC-Markt einzusteigen: Von Lenovo hieß es beispielsweise, dafür sei es noch zu früh. Ähnlich wie bei den Tablet-PCs wolle man erst abwarten, bis diese Gerätekategorie ihre Kinderkrankheiten überwunden habe. Gleiches war von Toshiba zu hören.

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