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CeBIT: IBM lässt die Zukunft seiner ECM-Produkte offen

19.03.2007 | 11:00 Uhr |

Nach dem Kauf von Filenet kommt das erste große Update auf den Markt.

Nicht weniger als 75 Neuerungen hat IBM für Version 4.0 der Produktsuite für Enterprise-Content-Management (ECM) "Filenet P8" vorgestellt. Das Release folgt laut Merten Slominsky, Regional Vice President Europe Central bei Filenet, einem bereits vor der Übernahme durch IBM formulierten Produktfahrplan. Zugleich bildet es den Auftakt auf dem Weg zur Integration der ECM-Produktlinien beider Unternehmen, die sich laut Marktbeobachtern erheblich überschneiden. Highlights in Version 4.0 von P8 ist die erstmals durchgängige Unterstützung von Unix und der Java 2 Enterprise Edition (J2EE) für die bisher nur für Windows verfügbare Content-Engine.

Ferner gibt es eine zentrale Metadatenverwaltung für die Anbindung von Repositories von Drittanbietern sowie die Nutzung der Business Process Modeling Notation (BPMN) für die Gestaltung von Dokumentenprozessen. Neu ist auch die Unterstützung von "MS Visio" als Modellierungswerkzeug. Noch in Arbeit ist eine neue Benutzeroberfläche, die laut Slominsky Ajax-Technik verwendet und die bisher spartanische Arbeitsumgebung ersetzt.

Die Arbeiten sind Teil des internen Projekts "Tango", an dem 1400 Entwickler beider Unternehmen seit Oktober 2006 arbeiten. Ziel ist eine Vereinigung der Produktlinien in drei Schritten. In der ersten Phase gehe es darum, zwischen den diversen ECM-Produkten, die vor allem IBM unterhält, und Filenet möglichst viele Brücken zu schlagen. So lässt sich beispielsweise Filenet P8 bereits in das "IBM Websphere Portal" einbinden, andererseits lässt sich die Management-Konsole von P8 nun mit IBMs ECM-Kernprodukt "DB2 Content Manager" nutzen.

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