691004

CeBIT: BenQ-Siemens vervollständigt seine Produktpalette

Einsteiger-Handys, hochwertig verarbeitete Slider und ein Highend-Smartphone. BenQ-Siemens zeigt nach seiner offiziellen Strategieerklärung vom Januar, wozu das Joint-Venture fähig ist.

6 neue Handys bringt das junge Joint-Venture mit zur CeBIT, echte Überraschungen bleiben aber aus. Als Einsteigermodell für eine eher jugendliche Zielgruppe dürfte das CF61 gelten, das in weißer Folder-Optik gefertigt wird und sich der asiatischeren Designlinie des neuen Unternehmens anpasst. Zwei Highlights weist das Gerät auf: eine 1,3-Megapixelkamera auf der Folder-Außenseite und einen Slot für microSD-Speicherkarten, der bis zu 1GB große Erweiterungskarten aufnimmt.

Als besonders praktisch dürfte sich die "Living Picture"-Funktion erweisen, die automatisch zu jeder Fotografie eine kurze Sprachnotiz aufnehmen kann. Nach umfangreicheren Fotosessions kann man damit z.B. die Bilder schnell ihren Entstehungsorten zuordnen. Der integrierte Medienplayer unterstützt MP3- und AAC-Files und kann über einen Equalizer und einen 3D-Soundprozessor im Klang angepasst werden. Darüber hinaus unterstützt das CF61 dank A2DP-Bluetoothprofil die Übertragung von Musik an kabellose Headsets in Stereoqualität. Ein entsprechendes Headset (HHB-180) ist direkt bei BenQ-Siemens erhältlich, aber auch entsprechende Kopfhörer anderer Hersteller sollten sich anschließen lassen. Das CF61 soll im zweiten Quartal 2006 auf dem Markt erscheinen.

Als weiteres Einsteigermodell wird das Slidermodell CL71 gehandelt, das laut BenQ-Siemens aber nicht mit letzter Sicherheit in Deutschland erscheinen wird. Bei lediglich 17,8mm Dicke bietet das Gerät, das einen iF Design Award gewann, einen gefederten Slidermechanismus, Bluetooth-Conectivity und eine 1,3-Megapixelkamera mit 3-fachem Digitalzoom. Die Linse der Kamera ist auf der Oberseite des Sliders integriert, sodass sie ähnlich wie beim SGH-D500 im Inneren des Gehäuses verschwindet, wenn man das Handy schließt. 24MB interner Speicher und MiniSD-Karten bieten ausreichend Platz für die private Musikauswahl des Besitzers. Über eine Powertaste kann das CL71 per Knopfdruck aus jeder Applikation heraus umgehend in den Standby-Betrieb versetzt werden, um Akkuressourcen zu schonen.

Spannender ist das dritte Handy im Bunde der aus Edelstahl gefertigten und hochwertig verarbeiteten Geräte von BenQ-Siemens. Das gestern auch von T-Mobile angekündigte EL71 wird als Flaggschiffmodell des Herstellers gehandelt und misst trotz besserer Ausstattung noch knapp einen Millimeter weniger als das CL71. Es verfügt über ein ähnlich hochwertiges transflektives Display wie EF81 oder das S68 und wartet mit 1,3-Megapixelkamera samt LED-Blitz und Medienplayer mit Unterstützung für MP3- und AAC+-Formate auf. Der 23MB große interne Speicher lässt sich mit Hilfe von MiniSD-Karten auf bis zu 1GB erweitern. Das EL71 wird ab April 2006 in hellem Silber - BenQ-Siemens nennt die Farbe "Quartz Anthracite" - und später auch in Opalschwarz erhältlich sein.

Die beiden Geräte C81 und E61 sind zwei neue schwarze Barrenhandys von BenQ-Siemens. Über das als designiertes Musikhandy geplante E61 berichteten wir bereits im Vorfeld der CeBIT. Das Handy wird in trendigem Schwarz mit orangen Applikationen an den Seiten ausgeliefert.

Für die Handhabung des integrierten MP3-Players beschreitet BenQ-Siemens neue Wege: die entsprechenden Steuerelemente wurden am Kopf des Geräts untergebracht. Die Kamera auf der Rückseite nimmt Fotos lediglich mit VGA-Auflösung auf. Mit Hilfe eines integrierten 6-Band-Equalizers lässt sich die Klangfarbe der Musik dem persönlichem Geschmack anpassen. Dank MiniSD-Erweiterungsslot bietet das E61 bis zu 1GB Speicher für Musik.

Das C81 soll als voll funktionales Barrenhandy eher den Einsteigerbereich bereichern. Als einziges der neu vorgestellten Geräte ist es auch in der Lage, AAC++-Dateien wiederzugeben, die in erster Linie mit erweiterten Dateitags und Copyright-Informationen ergänzt werden und neuen Kompressionsverfahren unterliegen. Mit dieser Unterstützung werden Musiktitel automatisch in die richtigen Kategorien bzw. nach Album, Genre oder Interpret einsortiert. Das C81 verfügt über 23MB integrierten Speicher und einen Memoryslot für RS-MMC-Speicherkarten sowie einen multitaskingfähigen Mediaplayer, der Musik über den großen Lautsprecher am Kopf des Handys wiedergibt. Eine Karte mit 128MB Kapazität soll laut Hersteller dem Lieferumfang beiliegen.

Als Digitalkamera kommt eine Komponente mit 1,3 Megapixeln Auflösung und 5-fach-Digitalzoom zum Einsatz. Bilder lassen sich via Bluetooth versenden oder dank PictBridge-Unterstützung direkt ausdrucken. Besonderes Highlight des C81: BenQ-Siemens installiert die Navigationssoftware ActivePilot bereits vor, sodass man im wesentlichen nur noch eine GPS-Maus anschließen muss, um das Handy als Navigationslösung nutzen zu können.

Als Highlight präsentiert der Hersteller mit dem P51 sein erstes offizielles Windows-Smartphone auf der Messe, das auf einem im asiatischen Raum seit längerem erhältlichen Smartphone von BenQ basiert. Das P51 läuft auf Windows Mobile 5.0 und bietet dem Nutzer einen 240x320 Pixel großen Touchscreen und eine vollwertige QWERTZ-Tastatur mit Palm Treo-ähnlichen Knöpfchen zum schnellen Verfassen von EMails oder SMS.

Dabei gibt sich das P51 besonders verbindungsfreudig: neben den gängigen GSM-Standards, USB und Bluetooth unterstützt das Gerät auch WLAN-Verbindungen nach 802.11g und verfügt über ein integriertes GPS-Modul. Auf Anfrage liefert BenQ-Siemens das Smartphone mit OnBoard-Navigationssoftware aus. Die WiFi-Schnittstelle erlaubt darüber hinaus auch VoIP-Telefonie z.B. via Skype, um innerhalb von Hotspots Telefonkosten sparen zu können. Dieses Gerät zeigt auch, dass Blackberrys in Zukunft immer stärker um ihre Daseinsberechtigung kämpfen müssen: Windows Mobile 5.0 synchronisiert EMails, Termine und Aufgaben automatisch - vorausgesetzt man betreibt einen Exchange 2003-Server mit ServicePack 2 in seinem Unternehmen.

Gängige Office-Dokumente lassen sich ohne vorherige Umwandlung direkt auf dem Smartphone betrachten und bearbeiten. Die lokale Synchronisation erfolgt über ActiveSync und ein beiliegendes USB-Datenkabel. Zukunftssicher ist das P51 dank seines SDIO-fähigen Kartenslots, über den man z.B. TV-Tuner, Scanner-Interfaces oder andere proprietäre Gerätschaften am P51 anschließen kann.

Auch Multimedia-Funktionen bringt das P51 mit: der integrierte Windows Media Player kommt mit Formaten wie MP3, AAC und AAC+ zurecht, eine 1,3-Megapixelkamera schießt dank LED-Fotolicht Portraits auch bei schlechten Lichtverhältnissen. Das P51 kommt im Juli 2006 in silberner Farbe auf den Markt. BenQ-Siemens behält es sich im Rahmen der CeBIT vor, Preise für eines der vorgestellten Geräte zu nennen.

powered by AreaMobile

0 Kommentare zu diesem Artikel
691004