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Ericsson und T-Mobile zeigen LTE live

05.03.2008 | 14:21 Uhr |

T-Mobile und Ericsson präsentieren auf der CeBIT den neuen Mobilfunkstandard LTE (Long Term Evolution). Zwischen zwei kompatiblen Endgeräten werden hochauflösende Videos in HD-Qualität übertragen, theoretisch sind mit der Technologie bis zu 170 MBit/s im Download möglich. HSDPA im T-Mobile-Netz bietet derzeit maximal 7,2 MBit/s.

T-Mobile präsentiert auf der CeBIT 2008 den neuen Mobilfunkstandard LTE (Long Term Evolution), der von ehemals Siemens Networks bereits im Dezember 2006 auf der ITU Telecom World in Hong Kong vorgestellt wurde. Zu sehen ist eine Live-Übertragung von hochauflösenden Videos zwischen zwei Geräten mit LTE-Unterstützung.

Ziel des neuen Standards soll es sein, modernen Web-Inhalten wie HD-Videos, HDTV und Videotelefonie gerecht zu werden. Laut Aussage von Torbjörn Possne, Executive Vice President Sales & Marketing Ericsson, soll es bereits ab 2009 möglich sein LTE zu nutzen. Er geht davon aus, dass auch die Kosten pro MB für den Nutzer geringer werden. Konkrete Angaben machte der Manager nicht.

LTE wurde im Rahmen des 3GPP (3rd Generation Partnership Project) als Nachfolger von UMTS standardisiert und soll eine Geschwindigkeit von bis zu 170 MBit pro Sekunde im Download und 50 MBit pro Sekunde im Upload ermöglichen. Auch die Latenzzeiten sind verglichen mit UMTS deutlich geringer. "Mobilfunkbetreiber können Teile ihrer bestehenden Netze weiterverwenden, da LTE als 3GPP Standard rückwärtskompatibel zu WCDMA/HSPA und GSM ist", stellt Torbjörn Possne fest.

Konkurrenz für LTE gibt es nach wie vor aus dem WiMAX-Lager. Der von den koeranischen Mobilfunknetzbetreibern entwickelte Standard setzt sich bereits in Asien und den USA durch. In Deutschland ist allerdings eine Verbreitung von WiMAX unwahrscheinlich, da die Netzbetreiber das UMTS-Netz großflächig ausbauen - genau darauf basiert LTE. Deshalb warten deutsche Mobilfunkunternehmen gespannt auf die Entscheidung der UNO-Behörde International Telecommunications Union (ITU). Die ITU wollte Anfang 2008 über eine Aufnahme von LTE in ihr Regelwerk IMT-2000 entscheiden, mit dem sie Ende der 1980er Jahre bereits die Anforderungen der 3. Mobilfunkgeneration festlegte.

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