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Camcorder für Drinnen und Draußen: Sanyo VPC-CA6

12.12.2006 | 20:16 Uhr |

Der Sanyo-Camcorder VPC-CA6 ist ein besonders kompaktes Modell, das besonders interessant für Nutzer ist, die sich gerne in der Natur aufhalten. Denn die Outdoor-Fähigkeiten des Geräts sind nicht ohne.

Als wir den Karton mit dem Sanyo-Camcorders VPC-CA6 erhielten, war die erste Reaktion: "Oh, der ist aber klein". Was uns eigentlich nicht hätte wundern dürfen, schließlich handelt es sich bei dem Gerät um einen besonders kompakten Camcorder (rund 9 x 6,5 x 2,5 Zentimeter), der sich dank des wasserdichten Gehäuses besonders für den Outdoor-Betrieb eignet. Nah dem Auspacken gerieten wir dann schnell ins Schwärmen: Der wirklich winzig anmutende Camcorder hat ein rot umrahmtes 2-Zoll-Display und ist ansonsten in weiß und dunkelgrau gehalten - sehr schick.

Kurz zu den technischen Daten: Der VPC-CA6 macht MPEG-4-Videos mit 640 x 480 Pixeln und 30 Bildern pro Sekunde. Er besitzt ein optisches 5fach-Zoom, das sich auch im Fotomodus nutzen lässt. Ist dieser aktiviert, arbeitet der Camcorder mit bis zu 6 Megapixel. Für beide Aufnahmemodi steht ein Bildstabilisator zur Verfügung. Besonders nützlich fanden wir außerdem die Funktion "Windgeräuschunterdrückung" - perfekt für Bergsteiger oder Segler, die ihre Abenteuer gerne filmisch festhalten wollen. Für die Bildeinstellung stehen vier Optionen zur Auswahl, je nachdem, ob Sie Ihre Aufnahmen gerne normal, lebhaft, weich oder weich und lebhaft haben wollen. Das Gerät verwendet SD-Karten als Speichermedium.

Die Handhabung: Mit kleinen Macken
Mit der Bedienung des Camcorders kamen wir sofort zurecht. Allerdings fanden wir es schade, dass sich das Display nur ausklappen, aber nicht drehen lässt. Mit dem Ausklappen des Displays schalten Sie übrigens auch gleich das Gerät ein, was sich durch einen Hebel am Displayscharnier auch schnell und einfach per Daumen bewerkstelligen lässt - zur Not auch einhändig. Zum Filmen sollten Sie jedoch besser beide Hände nehmen, da die Knöpfe sonst nicht gut erreichbar sind. Außerdem haben Sie bei der einhändigen Bedienung schnell mal den Zeigefinger vorm Objektiv, da der Griff des Camcorders recht kurz ist und Sie den Zeigefinger zum "Gegensteuern" beziehungsweise zur Balance brauchen.

Ansonsten ist die Menüführung intuitiv. Für den Film- und den Fotomodus stehen zwei separate Knöpfe zur Verfügung, die gleichzeitig als Auslöser dienen. Der Zoomregler ist ein Kippschalter, der jedoch ein bisschen zu schwergängig war. Einen Knopf zum Ansehen der Filme und Fotos gibt's auch.

Die gemachten Fotos überzeugten uns durch tolle Farben und super Schärfe. Sie sollten jedoch beachten, dass die zur Auswahl stehende 10-Megapixel-Auflösung nur interpoliert ist. Bleiben Sie also lieber bei den physikalisch möglichen 6 Megapixel. Die Videos, die wir mit dem VPC-CA6 gemacht haben, wiesen bei höchster Qualitätsstufe etwas dunkle Farben und deutliches Bildrauschen auf. Um diesem vorzubeugen, bietet der Camcorder jedoch eine Rauschunterdrückung an.

Fazit: Die Kamera ist äußerlich ein echtes Schmuckstück. Das sehr kompakte Gehäuse hat jedoch auch Nachteile bei der Bedienung. Die Bildqualität bei den Fotos überzeugte uns komplett, bei den Filmaufnahmen müssen Sie kleine Abstriche machen.

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