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"Call of Duty"-PR-Kampagne geht völlig daneben

01.10.2015 | 14:15 Uhr |

Activision sorgt mit einer Twitter-Werbekampagne zu „Call of Duty: Black Ops 3“ für massive Proteste. Die umstrittene Kampagne handelt um einen fiktiven, von Terroristen ausgeführten Atomschlag auf Singapur. Zu authentisch für den ein oder anderen Nutzer - einige hielten den Anschlag für real.

Die PR-Abteilung von Activision veröffentlichte den Post zum vermeintlichen Nuklear-Angriff auf Singapur vergangenen Dienstag. Doch damit noch nicht genug, es folgten weitere Tweets, in denen von Quarantänezonen berichtet wurde.

Es wäre wohl schnell klar gewesen, dass es sich hier um eine Werbekampagne handelt, hätte die PR-Abteilung ihren Twitter-Account vor den Mitteilungen nicht kurzerhand von „Call of Duty“ in "Current Events Agg“ umbenannt und darüber hinaus noch einen Banner hinzugefügt der den Schriftzug: „CURRENT EVENTS AGGREGATE – WHERE WE BRING YOU REAL NEWS“ trug. So entstand bei einigen Twitter-Nutzern der Eindruck, es handele sich hierbei um einen echten News-Kanal.

Erst einige Stunden später gab Activision über Twitter bekannt, dass es sich nur um eine Werbekampagne zu „Call of Duty: Black Ops 3“ handelte, die mögliche Ereignisse im Spiel selbst schildern sollte. Zu diesem Zeitpunkt brodelte es allerdings schon im Twitter-Netzwerk. Einige Nutzer machten sich bereits Sorgen über Angehörige in Singapur. Die Retourkutsche folgte auch prompt, indem Twitter-User dem Publisher Activision Geschmacklosigkeit vorwarfen. Auch war davon die Rede, dass Activision billigend eine Massenpanik für einen guten Werbe-Coup in Kauf nehme. Dass der Publisher die ganze Sache erst fünf Stunden später auflöste, trug sicherlich nicht gerade zur Besänftigung der erhitzten Gemüter bei.

Wahnsinns PR-Coup oder doch eher PR-Flop. Darüber lässt sich sicherlich streiten. Was meinen Sie?

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