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Spiele-Entwickler erstaunt über die Raubkopierrate

16.01.2008 | 13:48 Uhr |

Im Community-Blog zum Spiel "Call of Duty 4" äußerte sich der Community Manager Robert Bowling hinsichtlich der Raubkopierrate des Action-Titels. Das Ganze liest sich sichtlich genervt und wütend.

Unter der bezeichnenden Überschrift "Und Sie fragen sich, warum die Leute keine PC-Spiele mehr produzieren", wettert Robert Bowling, Community Manager der Spielehersteller Infinity Ward, über die Anzahl der Raubkopien des aktuellen Action-Titels "Call of Duty 4".

"Wir haben in der vergangenen Woche ein paar beunruhigende Zahlen über die Anzahl der PC-Spieler erhalten, die den Multiplayer-Teil von Call of Duty 4 spielen", schrieb Bowling im Community Blog . Zwar sei die Anzahl der Spieler insgesamt "fantastisch" gewesen, nicht so schön sei aber "der Prozentsatz derjenigen Spieler gewesen, die eine Raubkopie des Titels genutzt haben."

"Die Anzahl der Anwender, die PC-Spiele kopieren, ist verblüffend", fügte Bowling hinzu. Und weiter: "Es haut mich um, dass Leute bereit sind Spiele (oder andere Sachen) zu stehlen, einfach aus dem Grund weil sie nicht physisch vorhanden sind oder weil sie sich in der Sicherheit des Internets wiegen." Konkrete Zahlen nannte Bowling nicht, er will diese aber in seinem Blog nachreichen, sollte er eine entsprechende Erlaubnis seines Arbeitgebers erhalten.

Grundsätzlich ist es nichts neues, dass aktuelle PC-Spiele massenhaft kopiert werden, dennoch zeichnen sich bei den Herstellern langsam aber sicher Ermüdungserscheinungen hinsichtlich der Entwicklung von Spielen für PCs ab. So werden mittlerweile weltweit höhere Umsätze mit Konsolenspielen erzielt, als mit PC-Spielen, und auf Grund der sich nicht ändernden Hardware-Spezifikationen ist der Entwicklungsaufwand für Konsolen in der Regel geringer, als für PC-Titel, bei dem unzählige Hardware-Unterschiede berücksichtigt werden müssen. Auf der Haben-Seite verbucht der PC aber die Möglichkeit, aufgerüstet werden zu können und so aus Sicht der Rechenleistung Konsolen immer einen Schritt voraus sein werden. Auch ist die Steuerung von Spielen per Controller nicht jedermanns Sache.

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