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CSU-Politiker fordert Porno-Sperre nach britischem Vorbild

06.08.2013 | 17:00 Uhr |

Ginge es nach dem CSU-Jugendschutzexperten Norbert Geis, müssten deutsche Internet-Provider ebenfalls eine Porno-Sperre nach britischem Vorbild einführen, die nur per schriftlichem Antrag umgangen werden kann.

Der britische Premierminister David Cameron will ab Ende 2014 eine Internet-Porno-Sperre einführen. In deren Rahmen wird der Zugang zu pornografischen Inhalten im Internet gesperrt, es sei denn, der Nutzer stellt einen speziellen Antrag bei seinem Provider. Um die Schranke einzuführen, werden britische Provider ihre Kunden in den nächsten Monaten anschreiben und sie befragen, ob die Sperre für ihren Haushalt aufgehoben werden soll oder nicht.

Ein solches Konzept könnte sich der CSU-Jugendschutzexperte Norbert Geis auch für Deutschland vorstellen. Der 74-Jährige ist damit der erste Politiker, der eine Porno-Schranke für die Bundesrepublik fordert. Wie Geis gegenüber Bild betonte, müssten „Kinder und Jugendliche vor der Pornografie im Internet besser geschützt werden“.

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Als Lösung sieht Geis die Einführung von speziellen Filtern und verbindlichen Altersbeschränkungen. Um pornografische Inhalte im Netz nutzen zu können, müssten sich Kunden persönlich anmelden. Einen ähnlichen Vorstoß wagte vor vier Jahren bereits die damalige Familienministerin Ursula von der Leyen. Mit ihrer geplanten Sperre für kinderpornografische Internet-Seiten stieß sie jedoch auf wenig Gegenliebe. Das Vorhaben scheiterte schließlich, da viele Bürger die Zensur fürchteten.

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