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CSC verfolgt aggressive Offshoring-Strategie

10.09.2007 | 11:11 Uhr |

Durch die Übernahme von Covansys hat der IT-Dienstleister CSC seine Offshore-Ressourcen in Indien auf 14.000 Mitarbeiter verdoppelt.

CSC setzt voll auf Offshoring: Mit der Übernahme von Covansys Anfang des Jahres hat der US-amerikanische IT-Dienstleister seine Belegschaft in Indien um 7000 Mitarbeiter auf insgesamt 14.000 glatt verdoppelt. Damit liegt CSC in Sachen Offshore-Ressourcen jetzt etwa auf gleicher Höhe mit EDS, auch wenn die beiden Anbieter von Accenture und IBM nach wie vor weit entfernt sind.

Vergangenen Monat kündigte CSC einen neuen Geschäftsbereich namens "World Sourcing Services" an und ernannte die langjährige Managerin Mary Jo Morris zur Chefin. Wie Morris gegenüber dem Brancheninformationsdienst "Computerwire" erklärte, rundet die Covansy-Übernahme die Offshore-Strategie ihres Unternehmens ab und zwar in mehrfacher Hinsicht: So verfüge Covansys über sehr gute Vertriebskanäle, um seine in Indien erbrachten Services an den Mann zu bringen. Genau das habe CSC immer gefehlt: "Covansys war der perfekte Deal. Wir erhielten einen direkten Vermarktungskanal und konnten unsere Kapazitäten auf dem Subkontinent nicht nur verdoppeln, sondern auch hinsichtlich der Services und Locations sinnvoll ergänzen", so Morris.

Covansys habe vor allem im Bereich Anwendungsentwicklung und –betreuung einen fundierten Hintergrund. "Mit ihrem Schwerpunkt auf On-Demand- und projekt-basierenden Aufträgen bringen sie Testing-Kompetenzen und komplementäre Techniken, die uns bislang fehlten, in die Beziehung ein", beschreibt Morris. Auch der Branchenfokus des Offshoring-Spezialisten – Finanzdienstleister, Technik, Verbrauchsgüter, Healthcare und verarbeitende Industrie - passe zu CSC.

Wie die meisten großen Outsourcing-Anbieter lässt CSC immer mehr Arbeit in den Offshore-Zentren erbringen. "Wir verlagern alles, was geht, nach Indien", so Morris. "Alles, was mit Anwendungen zu tun hat, einschließlich der Systemintegration, sowie alle Infrastruktur-Dienste, die sich per Fernzugriff erbringen lassen. Hinzu kommen Services im Bereich Geschäftsprozess-Outsourcing."

Morris räumt allerdings auch ein, dass sich ein guter Teil des CSC-Geschäfts nicht fürs Offshoring eignet. Gemeint sind vor allem die Service-Deals mit Einrichtungen des öffentlichen Diensts sowie mit der Luftfahrt- und Rüstungsindustrie, auf die immerhin rund die Hälfte der Gesamteinnahmen von CSC entfällt. So schloss das Unternehmen allein im ersten Quartal dieses Jahres mit 28 verschiedenen Behörden Outsourcing-Abkommen im Wert von 811 Millionen Dollar ab. Weitere 34 Kontrakte über 474 Millionen Dollar konnte CSC mit dem Pentagon gewinnen. (sp)

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