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CPU-Preise im freien Fall: Intel verramscht Pentium D

21.07.2006 | 15:55 Uhr |

Nach AMD dreht nun auch Intel kräftig an der Preisschraube und bietet ab dem 24. Juli 2006 den Doppelkerner Pentium D deutlich günstiger an.

Schnäppchenjäger aufgepasst: Bei Prozessoren können Sie derzeit mit drastischen Preisabschlägen von über 50 Prozent rechnen. Nachdem AMD diese Woche als Reaktion auf den fulminanten Einstand des Core 2 Duo bei zahlreichen Modellen den Rotstift angesetzt hat ( wir berichteten ), zieht nun Erzrivale Intel nach:

So kostet Intels günstigste Zwei-Kern-CPU, der Pentium D 805 ( Test ), in Kürze nur noch 90 Euro (minus 23 Prozent), den 820er ist jetzt 37 Prozent billiger zu haben und wird für unter 120 Euro in den Handel kommen. Um satte 40 Prozent reduziert sich der Preis des Pentium D 960 auf gut 300 Euro und der 950er kostet in Kürze rund 200 Euro (minus 29 Prozent). Zum Teil haben die Online-Versandhändler die Preissenkung bereits vorweggenommen.

Zudem führt Intel nächste Woche zwei preisgünstige Pentium-D-Varianten ein, die allerdings auf die Virtualisierungs-Technik Vanderpool verzichten müssen: den Pentium D 915 sowie 945 mit 2,67 respektive 3,4 GHz für rund 135 beziehungsweise 160 Euro.

Wenn Doppelkerner nun bereits für unter 100 Euro über die Ladentheke wandern, hat das zwangsläufig auch Auswirkungen auf die Ein-Kern-CPUs. So ist es nicht weiter verwunderlich, dass Intel auch beim Pentium 4 satte Rabatte gewährt:

Der Preis für den Pentium 4 661 beispielsweise fällt von 400 auf 180 Euro - ein Preisabschlag von atemberaubenden 55 Prozent. Immerhin um gut 40 Prozent reduziert sich der Preis für den Pentium 4 651, der statt 270 nur noch 160 Euro kosten soll. Zudem stellt Intel die Produktion zahlreicher Pentium-4-Varianten gleich ganz ein.

Hintergrund der Intel-Preissenkung ist allerdings nicht Erzrivale AMD. Vielmehr hat der Halbleitergigant mit den vergleichsweise günstigen Einstandspreisen für den Core 2 Duo nicht nur AMD, sondern auch die hauseigenen Prozessor-Baureihen unter Druck gesetzt.

Ausserdem machen Intels Aktionäre Druck. Seit Monaten sinkt der Umsatz und Prozessor-David AMD hat dem Halbleiter-Giganten Marktanteile abgejagt - vor allem im lukrativen Server- und Workstation-Markt . Zudem beliefert AMD nun auch den größten PC-Hersteller Dell ( wir berichteten ), der bisher ausschließlich Intel-CPUs verbaut hat.

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