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Sony und Samsung präsentieren OLED-TVs

08.01.2008 | 17:25 Uhr |

Langsam aber sicher kommt eine neue Display-Technik in Fahrt, die flachere Fernseher, ein besseres Bild und niedrigeren Stromverbrauch verspricht: OLED-TVs. Sony und Samsung präsentieren auf der CES neue Fernseher mit dieser Technik, ein Modell ist bereits im Handel erhältlich - dieses ist allerdings nicht gerade günstig.

Stellen Sie sich einen Fernseher vor, der sich wie ein Bild an die Wand hängen lässt und im Gegensatz zu herkömmlichen Flat-TVs nur wenige Millimeter dick ist. OLED (organic light emitting diode) heißt das Zauberwort. Im Gegensatz zu LCD-Fernsehern benötigen OLED-TVs keine Hintergrundbeleuchtung, daher sind die Endgeräte auch wesentlich dünner und leichter als herkömmliche Flat-TVs. Darüber hinaus soll die Bilddarstellung von OLED-TVs wesentlich naturgetreuer und klarer sein, als bei LCD-Fernsehern.

Auf der CES zeigen Sony und Samsung entsprechende Fernseher. Sony hat etwa den XEL-1 im Gepäck, einen OLED-TV mit 11 Zoll Bildschirmdiagonale. Der Fernseher ist dabei lediglich 3 Millimeter dick, liefert aber nach Angaben unserer Kollegen des IDG News Service ein erstklassiges Bild. Nicht so schön ist allerdings der Preis des XEL-1: 2500 Dollar kostet der Mini-OLED, der seit Dezember in Japan und seit vergangener Woche in den USA erhältlich ist. Darüber hinaus präsentiert Sony einen Prototyp mit 27 Zoll Diagonale.

Samsung stellt an seinem Stand zwei Modell mit 14 und 31 Zoll Diagonale vor. Das Unternehmen geht allerdings davon aus, dass erste Modelle erst im kommenden Jahr in den Handel kommen werden. Bis dahin will Samsung die Technologie weiter entwickeln und Kosten senken.

So schön sich die neue Technik auch anhören mag, es gibt auch einige namhafte Unternehmen, die sich aus der OLED-Entwicklung zurückgezogen haben. Dazu gehört beispielsweise Sharp. Hauptgrund für die abwartende Haltung ist laut Sharp die derzeit noch zu geringe Lebensdauer von OLED-TVs, die laut Unternehmen bei drei bis vier Jahren liegt. Erst wenn diese Zeitspanne bei mindestens 10 Jahren liegt, wolle Sharp wieder über ein Engagement in der OLED-Technik nachdenken. Zudem sei die Massenproduktion von OLED-Panels in Größen, wie sie bei Heimkino-Fans bevorzugt werden, noch sehr schwierig.

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