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Toshiba zeigt TV-Prototyp mit PS3-Chip

11.01.2008 | 16:27 Uhr |

Was passiert wenn man einen Power-Microprocessor, wie er etwa in Sonys Playstation 3 verbaut ist, in ein Fernseh-Gerät implantiert? Toshiba hat es getestet und auf die Ergebnisse auf der CES 2008 vorgestellt.

Der Chip wurde von Toshiba , IBM , Sony und Sony Computer Entertainment entwickelt und soll Hochleistungs-Grafik-Prozesse steuern. Er verfügt über acht Co-Prozessoren, die ihn bei der Arbeit unterstützen.

Während Sony den Chip auch für seine Spielekonsole Playstation 3 entwickelt hat, verbaut Toshiba den PS3-Chip in ihre Unterhaltungselektronik-Produkte.

Auf der CES 2008 zeigte das Unternehmen erste Flat-TV-Prototypen mit dem PS3-Prozessor-Chip. Der wichtigste Vorteil bei der Nutzung eines Prozessor-Chips in einem Fernseher ist die Möglichkeit, ihn dafür zu nutzen, Inhalte im Standard-Format in Echtzeit in ein hochauflösendes Format hochzurechnen und anzeigen zu lassen.

Mit einem Prozessor-Chip im TV-Gerät, werden die Kunden TV-Sender in besserer Qualität erleben können und dem HD-Standard näher kommen, sagte Hiroaki Komaki, ein Sprecher des technischen Prozessor-Centers von Toshiba in Tokio.

Ebenso könnten neue Prozessor-TV-Geräte dazu benutzt werden, in einzelne HDTV-Bildausschnitte zu zoomen, diese zu vergrößern und dabei die Qualität der Bilder zu verbessern. Der Chip biete zudem die Möglichkeit, gleichzeitig mehrere Video-Kanäle anzusteuern.

Bei einer Demonstration war der Chip in der Lage, 48 unterschiedliche Kanäle in Standard-Auflösung als Video-Thumbnails in Echtzeit auf dem Bildschirm anzuzeigen. Wären es HD-Kanäle gewesen, hätten sechs Video-Thumbnails auf dem Bildschirm angezeigt werden können, sagte Komaki.

Toshiba hat momentan noch nicht entschieden, welche Features in ihre Prozessor-Chip-TV-Geräte eingebaut werden. Eins ist jedoch klar: Das Unternehmen plant momentan nicht, eine komplette Videospielkonsole, wie die Playstation 3, in ihre TV-Geräte einzubauen.

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