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CES 2005: Intel-Keynote - Bitte nicht rumfuchteln!

Einen Tag nach Bill Gates' Pannen-Präsentation versuchte Intel-Chef Craig Barrett sein Glück. Statt jedoch das nächste Intel-Großprojekt, den Unterhaltungselektronik-Chipsatz als Ergänzung zum Centrino, zu enthüllen, rief Barrett Partner um Partner auf die Bühne, die jeweils ein Handy oder einen Laptop oder eine Software vorstellten. Der rein optisch kurz vor dem Ende stehende Steven Taylor (Frontmann von Aerosmith) führte zusammen mit zwei jungen Firmengründern eine Software vor, mit der entsprechend kodierte Musikstücke auf DVDs nicht nur normal abgespielt werden können, sondern spurweise - so hört man auf Wunsch etwa nur die Gitarre und den Bass.

Einen Tag nach Bill Gates' Pannen-Präsentation versuchte Intel-Chef Craig Barrett sein Glück. Zwar stotterte auch bei ihm die Fernbedienung eines Media-Center-PCs, aber im großen und ganzen klappte alles. Statt jedoch das nächste Intel-Großprojekt, den Unterhaltungselektronik-Chipsatz als Ergänzung zum Centrino, zu enthüllen, rief Barrett Partner um Partner auf die Bühne, die jeweils ein Handy oder einen Laptop oder eine Software vorstellten.

Der rein optisch kurz vor dem Ende stehende Steven Taylor (Frontmann von Aerosmith) führte zusammen mit zwei jungen Firmengründern eine Software vor, mit der entsprechend kodierte Musikstücke auf DVDs nicht nur normal abgespielt werden können, sondern spurweise - so hört man auf Wunsch etwa nur die Gitarre und den Bass. Dass solch eine Edel-Karaoke-Funktion allerdings die Zukunft der digitalen Welt sein soll, wagen wir zu bezweifeln.

In dem eher drögen Vortrag sorgten nur zwei Episoden für Heiterkeit: Als Craig Barrett von seiner Ranch in Montana erzählte, kam er auf sein persönliches Mediacenter zu sprechen: "Das spielt nicht nur Filme und Musik in unglaublicher Qualität ab, sondern heizt nebenher auch das Haus -- glauben Sie mir, das ist wichtig in den kalten Wintern dort." Und zweitens, als ein etwa achtjähriges Mädchen einen Kinder-PC vorführte und nach zwei Lernspielchen auf Barretts Frage, "kannst du damit noch etwas anderes machen?", mit einem knappen "No!" antwortete.

Der digitale Trend laut Intel ist aber weniger das eine, mit Digitaltechnik-Media vollgestopfte Zimmer. Vielmehr werde der Media-PC zum "Hub" (Umschlagsplatz) für das ganze Haus, man werde in naher Zukunft seine Medien überall im Haus nutzen, egal, auf welchem Gerät. WiFi werde bald unterstützt von "MaxFi", das einen Umkreis von 50 Kilometern um jeden Hotspot herum mit etwa 100 MBit schneller Datenübertragung segne. Hässliche Kabelknäuel sollen dank Ultrawide Wireless bald verschwinden (der Standard wird bis etwa 1 Meter Entferung 480 MBit, bis 3 Meter etwa 100 MBit Bandbreite bieten).

Der Großbildschirm im Wohnzimmer blendet laut Barrett bald diverse Hinweise ein, etwa wenn ein Besucher vor der Haustür steht oder man bei eBay gerade überboten wurde. Fernsteuerungen würden bald der Vergangenheit angehören, stattdessen treffe man seine Filmauswahl per Handbewegung (wir wünschen allen Leuten schon mal viel Spaß, die vor dem Fernseher gerne angeregt gestikulieren). Musik werde man bald vom PDA direkt auf die Auto-Stereoanlage übertragen, HDTV in kürzester Zeit zum Standard geraten.

Aber, nicht vergessen, Basis und Schmieröl für all diese Digitalwunder sollen natürlich Intel-Chipsätze werden...

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