1254174

CDU fordert Kontrolle von Handy-Videos

07.08.2007 | 11:05 Uhr |

Politiker der CDU fordern den Einbau einer Kontrollfunktion in Handys, um die Verbreitung von Gewaltvideos zu verhindern.

Pünktlich zum Sommerloch gräbt die Politik bereits diskutierte Themen erneut aus. So fordert die CDU in Nordrhein-Westfalen laut einem Bericht der Zeitung „Rheinische Post“ jetzt eine Kontrollmöglichkeit in Handys, um die Verbreitung von Gewaltvideos einzuschränken. Insbesondere selbst gefilmte Prügeleien und Demütigungen sollen auf diese Weise verhindert werden. Im Fokus der angedachten Maßnahme stehen die Netzbetreiber, die besagte Videos zur Abschreckung nachverfolgen sollen.

Laut dem CDU-Medienexperten Thomas Jarzombek sei die Staatskanzlei bereits in Verbindung mit den großen Mobilfunkunternehmen und fordere diese zu entsprechenden Vorgängen auf. Rein technisch betrachtet ist der Gedanke der CDU allerdings fragwürdig: Provider müssten den Datenverkehr per Mobilfunknetz mitspeichern, zudem müssten auch die Hardware-Hersteller entsprechende Funktionen zur Kontrolle von Bluetooth- oder WLAN-Übertragungen implementieren. Derartige Maßnahmen sind kompliziert umzusetzen und dürften sowohl bei Providern als auch bei Herstellern auf wenig Gegenliebe stoßen. Trotzdem ist die CDU um eine Drohung als Druckmittel nicht verlegen: Sollte der Vorschlag nicht fruchten, will die Staatskanzlei den Verkauf von Handyspielen verbieten.

0 Kommentare zu diesem Artikel
1254174