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Apple-Abo-Fernsehen nimmt konkrete Formen an

22.12.2009 | 13:55 Uhr |

Das geplante Abo-Fernsehen von Apple nimmt konkrete Formen an. Wie US-Medien berichten, haben bereits mehrere TV-Stationen Interesse signalisiert, an dem Projekt teilzunehmen und ihre Inhalte über iTunes zu verbreiten. Für rund 30 Euro im Monat sollen die Nutzer dann Zugriff auf Fernsehprogramm on Demand erhalten.

ABC und CBS erwägen Kooperation

Die Networks ABC und CBS befinden sich offenbar unter jenen Sendern, die ernsthaftes Interesse an einer Kooperation mit Apple zeigen. Noch gibt es keine offiziellen Stellungnahmen zu Verhandlungen, laut Insiderinformationen sind die Personen, die an den Gesprächen beteiligt sind, nicht befugt, öffentlich darüber zu sprechen. Weiters heißt es, die Verhandlungen würden sich noch in einem frühren Anfangsstadium befinden.

ABC gehört zum Disney-Konzern, der außerdem die beiden Kabelsender ABC Family und Disney Channel für das Apple-Fernsehen verfügbar machen könnte. CBS hält die Hälfte am TV-Network CW, das ebenfalls mit ins Boot geholt werden könnte. Offizielle Stellungnahmen gibt es aber auch von diesen Seiten bisher nicht.

"Erfolgversprechend"

"Apple ist ein innovatives Unternehmen, das sowohl Software als auch Hardware produziert und beide Seiten optimal aufeinander abstimmt. Ich kann mir vorstellen, dass gerade durch die Konvergenz von Web, TV und auch Handy, sich ein solches Angebot erfolgreich durchsetzen wird", meint Manfred Bobrowsky, Professor am Wiener Institut für Publizistik und Kommunikationswissenschaft, gegenüber pressetext. Abo-Fernsehen, angepasst an individuelle Nutzerbedürfnisse, sei heute sehr gefragt. Durch das Überangebot an Medieninhalten werde die Vorselektion für User immer wichtiger.

Murdoch zurückhaltend

Weniger euphorisch aufgenommen werden Apples Abo-TV-Pläne offenbar bei Rupert Murdochs News Corp sowie bei Turner Broadcasting, dem Eigentümer von CNN. Die Unternehmen machen sich Sorgen um ihr Hauptgeschäft der kostenpflichtigen Kabelprogramme. Durch Breitbandinternet-Abos bestehe die Gefahr, dass Konsumenten abwandern und nicht mehr für die klassischen Fernseh-Bundles bezahlen.

(pte)

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