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Googlemails Spamschutz wird immer öfter geknackt

12.03.2008 | 13:23 Uhr |

Googlemail entwickelt sich immer mehr zum Liebling der Spamversender. Im Februar 2008 hat sich die Zahl der Spammails, die von Googlemail-Accounts verschickt wurden, verdoppelt.

Nach den aktuellen Zahlen des Internetdienstleisters Websense wurden im Februar 2008 doppelt so viele Spammails von Googlemail-Konten verschickt als einen Monat zuvor. Im Februar stieg Googlemails Anteil am weltweiten Spamversand von zuvor 1,3 Prozent auf 2,6 Prozent.

Die Sicherheitsexperten vermuten angesichts dieses massiven Zuwachses, dass Spammer ohne große Mühe die CAPTCHAs überwinden können, die Spammern eigentlich den automatisierten Zugriff auf Mailkonten mit Hilfe von programmierten Skripten verwehren sollen.

Googles CAPTCHA
Vergrößern Googles CAPTCHA
© 2014

Sicherheitsexperten bewerten diese Zahlen spöttisch als "weiteren Nagel zum Sarg der CAPTCHAs". Denn diese scheinen als Spam-Schutz vielfach zu versagen. CAPTCHAs werden zumeist als Bilder realisiert: Sie stehen neben dem Login-Feld und zeigen meist schwer lesbar einige Buchstaben und Zahlen an, die der Nutzer zur Bestätigung eintippen muss. Damit soll verhindert werden, dass ein Skript sich automatisch einloggen kann und der Spammer danach Mailaccounts anlegen kann um seine Werbepost für Viagra und so weiter zu versenden.

Paul Wood, Senior Analyst des Sicherheitsunternehmens MessageLabs, sieht gar das Ende der CAPTCHAs nahe: "Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die CAPTCHAs besiegt sind".

Google steht mit seinem Problem aber nicht allein. Auch Yahoos Spamschutz wird regelmäßig überwunden. Das Gleiche lässt sich für das CAPTCHAs sagen, das Microsofts Windows Live Mail-Dienst schützen sollen.

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