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Online-Dienste von Microsoft ab 2009

04.03.2008 | 13:24 Uhr |

Software plus Services sind Online-Dienste, über welche Microsoft-Software wie Exchange oder Sharepoint genutzt werden kann.

Die von Microsoft gehostete Software sollen Unternehmen jeder Größe nutzen können, vor allem aber der Mittelstand. Das gab der Konzern zu Beginn der CeBIT bekannt. Partner sollen diese online zur Verfügung gestellten Lösungen vertreiben. Auf diesen Kanal setzt Microsoft insbesondere bei der Ansprache von kleineren und mittelständischen Kunden.

"Das ist Produktvertrieb." Robert Helgerth, Direktor Mittelstand & Partner bei Microsoft Deutschland zur neuen Online-Offensive
Vergrößern "Das ist Produktvertrieb." Robert Helgerth, Direktor Mittelstand & Partner bei Microsoft Deutschland zur neuen Online-Offensive
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"Die meisten unserer Partner wollen ja gar nicht selbst hosten", argumentiert Microsofts Mittelstandschef Robert Helgerth. Deswegen glaubt er, dass mittelständische Partner ihren Kunden mit der von Microsoft bereitgestellten Software einen Mehrwert bieten. Aber auch selbst hostende Partner oder ISVs könnten Microsofts Online-Dienste mit ihren eigenen Angeboten zusammenschnüren. Auf diese Weise würden sie die Kundennachfrage nach flexibler und günstiger Software besser beantworten, heißt es aus Redmond. Außerdem möchte Microsoft mit den neuen Diensten neue Kunden ansprechen.

Derzeit testet der Hersteller die online bereitgestellten Softwarepakete SharePoint, Exchange und Office Communications in den USA. Bereits im Produktiveinsatz befinden sich die Office Live und Exchange Hosted Services. In Deutschland sollen die neuen Online-Dienste in der ersten Jahreshälfte 2009 verfügbar sein. So stehen derzeit auch noch keine Preise oder Serviceumfänge fest, Näheres wird man wohl erst im Juli dieses Jahres erfahren – auf der weltweiten Microsoft-Partnerkonferenz in Houston/Texas, USA.

So viel steht aber schon heute fest: Microsoft-Partner werden, außer der Provision zusätzliche Erlöse aus Beratungsleistungen realisieren können. Allerdings werden diese wohl geringer ausfallen als bei vergleichbaren Projekten mit fest bei Kunden installierter Software, auch "on premise" genannt.
Das wollte auch Helgerth im Gespräch mit ChannelPartner nicht abstreiten, nur so viel: "Wir haben das so durchkalkuliert, dass am Ende für den Partner das Gleiche herauskommt." Das heißt im Klartext, dass bei den Online-Projekten sowohl der Aufwand als auch der damit verbundene Umsatz sinken. "Das Ganze ist im Grunde genommen ein Produkt, das der Partner bei uns bestellen und vertreiben kann", erklärt der Mittelstandschef. Der Anpassungsbedarf beim Kunden wird geringer, das Projekt kann schneller abgeschlossen werden.

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