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Lenovo Thinkpad R61i

05.12.2007 | 10:00 Uhr |

Ein Profi-Notebook zum Schnäppchenpreis: Nur rund 750 Euro kostet das Lenovo Thinkpad R61i. Unser Test zeigt, ob es sich tatsächlich für Geschäftsanwender lohnt.

Geschwindigkeit: Das Rechentempo des Thinkpad R61i liegt am unteren Ende der aktuellen Doppelkern-Skala – das Lenovo-Notebook ist rund ein Drittel langsamer als die derzeitigen Top-Geräte und etwa 15 bis 20 Prozent schwächer als ein Mittelklasse-Notebook mit Core 2 Duo T7100. Trotzdem dürfte die Leistung den meisten Anwendern ausreichen. Außerdem lässt sich der Arbeitsspeicher schnell aufrüsten, da das R61i dafür einen freien Steckplatz bietet: Der ist allerdings nur umständlich zu erreichen – man muss zunächst vier Schrauben auf der Gehäuseunterseite lösen, dann das Notebook umdrehen und die Handballenablage abnehmen.

Ausstattung: Gerade so viel wie nötig packt Lenovo ins Thinkpad R61i. Die Festplatte ist nicht besonders groß (120 GB), bei den Schnittstellen fehlen Firewire, Speicherkartenleser und Dockinganschluss. Dafür gibt es die für ein Business-Notebook relevante Kommunikationsausstattung mit Gigabit-LAN und 11a/g-WLAN sowie die funktionsstarken Think-Vantage-Tools für Backup, Sicherheit und Stromsparen. Auch Lenovo-typische Details wie der Festplattenschutz und das Tastaturlicht im Displayrahmen fehlen beim Thinkpad R61i nicht.

Mobilität: Das Thinkpad R61i ist mit 2,88 Kilogramm kein Leichtgewicht. Als Arbeitsmaschine für unterwegs empfiehlt sich der Laptop aber trotzdem, weil er über fünf Stunden im Akkubetrieb durchhält – seine Leistungsaufnahme liegt auch dank Windows XP bei schlanken 10,5 Watt.

Ergonomie: Auch das Display des Thinkpad R61i ist ganz auf das Einsatzgebiet „Office“ abgestimmt – die Leuchtdichte liegt recht hoch, die gleichmäßig verteilte Helligkeit garantiert ein homogenes Bild. Nur beim Kontrast maßen wir unterdurchschnittliche Werte. Dass das Display Farben nicht besonders kräftig darstellt, kann man bei einem Business-Notebook leicht verschmerzen. Der Lüfter bleibt jederzeit angenehm leise.

Handhabung: Die Tastatur ist stabil eingebaut, die Tasten geben ein deutliches Feedback – so sollte eine Notebook-Tastatur sein. Beim Mausersatz beschränkt sich Lenovo auf den Trackpoint – viele Anwender bevorzugen aber einen Touchpad. Der Trackpoint ist gut erreichbar, navigiert aber etwas schwergängig.

Verarbeitung: Trotz des günstigen Preises macht Lenovo hier keine Kompromisse. Das Gehäuse ist sehr solide verarbeitet, beim Display kommen hochwertige Metallscharniere zum Einsatz. Rundum perfekt ist es aber nicht: Der Akku saß links nicht ganz stabil in seiner Halterung und rechts unten war der Displayrahmen nicht passgenau mit dem Panel verbunden – zwischen Rahmen und Panel tat sich ein sichtbarer Spalt auf.

Fazit: Hochwertiges Business-Notebook zum kleinen Preis – vor allem Akkulaufzeit und Tastatur überzeugen. Kleine Firmen oder Selbstständige können bedenkenlos zugreifen – für den Einsatz in größeren Unternehmen fehlen wichtige Schnittstellen, Dockingfähgkeit und eine längere Garantie als die mageren 12 Monate, die Lenovo standardmäßig bietet.

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