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Business-PCs kosten weniger Urheberabgabe als Privat-Rechner

27.01.2014 | 18:05 Uhr |

Eine neue Regelung sieht vor, dass Rechteverwerter für einen Privat-PC 13,19 Euro veranschlagen können, ein Business-Rechner schlägt mit vier Euro zu Buche.

Drei Jahre hat es gedauert, bis sich die Verwertungsgesellschaften mit den Branchenverbänden auf eine neue Urheberabgabe für PCs einigen konnten. Hersteller und Importeure müssen demnach für privat genutzte Rechner und Notebooks eine Pauschale von 13,19 Euro entrichten. Netbooks schlagen mit 10,63 Euro zu Buche. Werden die neu angeschafften Rechner hingegen ausschließlich gewerblich genutzt, so beträgt die Urheberabgabe nur vier Euro.

Grund für die Neuregelung war ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs, der schon im Oktober 2010 eine Unterscheidung zwischen Büro- und Privat-PC gefordert hatte. Die Richter urteilten, dass gewerblich genutzte Rechner seltener für Privatkopien verwendet würden.

Zur Umsetzung der Regelung wird es notwendig, dass Händler ihre Kunden vor dem Verkauf darüber befragen, ob diese ihren Rechner gewerblichen nutzen und nicht an private Käufer veräußern. Auch die Umsatzsteuer-ID soll zur Kontrolle einer gewerblichen Nutzung herangezogen werden.

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Für nach dem 1. Januar gekaufte und gewerblich genutzte Rechner kann eine eventuell zu hohe Pauschale jedoch mit einem Antrag bei der ZPÜ zurückgeholt werden. Der Vertrag mit den Herstellern soll rückwirkend ab 2011 gelten. Der Branchenverband rechnet für den Zeitraum von 2011 bis 2013 mit rund 240 Millionen Euro, die IT-Unternehmen an die Rechteverwerter zahlen müssen.

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