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Gerüchteküche um Xing-Verkauf brodelt

07.10.2009 | 12:39 Uhr |

Die Gerüchte über eine mögliche Übernahme des deutschen Web-2.0-Business-Netzwerks Xing sind erneut aufgeflammt. Verschiedenen Medienberichten zufolge soll etwa der größere US-Konkurrent LinkedIn ein Auge auf das Portal geworfen haben.

Auf Nachfrage von pressetext wollte Xing zu den in der Branche kursierenden Gerüchten keine Stellung nehmen. Eine klare Absage an die Spekulationen blieb jedoch ebenfalls aus. Beobachtern zufolge sei ein Interesse an dem "erfolgreich wachsenden Unternehmen" verständlich. LinkedIn selbst will nach Angaben von Gründer und CEO Reid Hoffman von Verkaufsgesprächen jedoch nichts wissen.

Die Übernahmegerüchte um Xing wurden zuletzt von dem verdächtig aufstrebenden Aktienkurs genährt. Gerade in dem jüngst schwachen Marktumfeld konnte das Papier deutlich zulegen. Experten deuteten die Kursgewinne als Zeichen dafür, dass die Anleger mit einer Übernahme rechneten. Allein in den vergangenen vier Wochen stieg der Titel um mehr als 30 Prozent auf ein Jahreshoch von 37 Euro. Der Kurs wurde zudem von Meldungen getrieben, wonach Xing-Gründer und -Aufsichtsrat Lars Hinrichs erwäge, sein Aktienpaket an dem Unternehmen zu verkaufen.

Der Verkauf des Hichrichs-Aktienpakets würde eine Xing-Übernahme ermöglichen. Der Ex-Chef der Plattform verfügt über 27,7 Prozent der Anteile. Gemeinsam mit den Aktien im Streubesitz, die 28,53 Prozent der Anteile entsprechen, würde ein Käufer die 50-Prozent-Marke überschreiten und die Mehrheit an dem Unternehmen erlangen. Neben Hinrichs hätten noch weitere Mitarbeiter erwägt, ihre Xing-Aktien abzugeben. Wie "Der Aktionär" berichtet, sei bereits eine Bank mit der Transaktion der Hinrichs-Papiere beauftragt worden. Auffällig sei besonders das stark gestiegene Xetra-Handelsvolumen, das in der vergangenen Woche bei durchschnittlich 1,17 Mio. Euro lag und sich damit im Vergleich zum Vorjahresschnitt beinahe vervierfacht hat. (pte)

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