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Vorausschauendes IT-Managament gefragt

18.03.2008 | 13:30 Uhr |

Um alle Anforderungen an das Rechenzentrum wie Hochverfügbarkeit, Backup und Energieeffizienz zu erfüllen, müssen IT-Administratoren heute in stärkerem Maße auf Überwachungs-Techniken setzen.

Zu diesem Schluss kommt die Experton Group in einer aktuellen Untersuchung. Die Überwachungsdienste sollen auch hinsichtlich der Thematik Energie und Kühlung für einen langfristig sicheren Betrieb der IT-Systeme gewährleisten.

Bis zu 40 Prozent der Stromkosten, die für den RZ-Betrieb anfallen, lassen sich bei einem vorausschauenden Management des Rechenzentrumsbetriebs einsparen, so die Einschätzung der Experton Group . Zwar sei den IT-Verantwortlichen klar, dass die Strom- und Kühlungskosten nach wie vor in die Höhe schnellen, weniger klar hingegen sei, mit welchen Maßnahmen man diese Ausgaben kurz-, mittel- und langfristig mindern kann. Für viele Anwender gehe es dabei auch weniger um die Kosten selbst als um die Gewährleistung der Stromversorgung und eine passende Disaster-Recovery- beziehungsweise Business-Continuity-Strategie. Die IT-Manager und auch die Gebäudeverwaltung sollten wissen, wie viele der Strom- und Kühlprobleme auf ein ineffizientes Design oder die ineffiziente Nutzung der IT zurückzuführen sind und welche Probleme ganz einfach aufgrund der wachsenden Automatisierung auftreten. Durch proaktives Monitoring von Umgebungsinformationen im Rahmen eines übergreifenden Enterprise-Management-Frameworks kann man Rechenzentrumsumgebungen besser in den Griff bekommen, so das Fazit der Experten.

Sie stellen fest, dass das wachsende Angebot an besseren Kühltechniken nicht mit dem noch schneller steigenden Energiebedarf Schritt halten kann. Viele Unternehmen, auch Mittelständler, gerieten dadurch in ein Dilemma: Rechenzentren, die eigentlich auf die nächsten zehn Jahre angelegt waren, können bereits nach vier oder fünf Jahre keine neuen Systeme mehr aufnehmen, und zwar nicht aufgrund von Platzmangel, sondern vielmehr weil der zuständige Stromversorger die erforderlichen Strommengen nicht liefern kann oder weil die Kühlsysteme nicht soviel Wärme ableiten können wie erzeugt wird.

Neueste Monitoring-Produkte für die Überwachung der Rechenzentrumsumgebung können allerdings nur dann für ein besseres Energie-Management sorgen, wenn sie im Rahmen eines ganzheitlichen Enterprise-Management-Lebenszyklus integriert sind. In einem ersten Schritt müssen hier die Gebäudeverwaltung und die Planer eng zusammenarbeiten; zur Planung gehört auch die Kommunikation mit den Unternehmensarchitekten, um zukünftige Netzwerk-, Speicher- und Systemausrüstung in die Umgebungsplanung mit einbeziehen zu können.

Außerdem sollte die vorhandene Rechenzentrumsinfrastruktur auf den Prüfstand gestellt und bewertet werden. So würde klar, welche Umgebungsinformationen bereits vorhanden sind, aber derzeit vielleicht nicht genutzt werden. Unternehmen, die schon ein paar Schritte weiter sind, haben bereits mit einem "Green IT Assessment" begonnen, in das alle Strom- und Umweltaspekte einfließen. (ue)

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