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Bundeswehr warnt Soldaten vor Trojaner Regin

14.07.2015 | 13:02 Uhr |

Die Bundeswehr warnt ihre Soldaten im Auslandseinsatz vor dem Trojaner Regin. Er könnte auf deren Dienst- und Privat-Rechnern Einsatzgeheimnisse ausspähen.

Die Bundeswehr warnt ihre Soldaten vor dem Trojaner Regin. Das berichtet Spiegel Online. Ausländische Geheimdienste können die Bundeswehr-Soldaten bei Auslands-Einsätzen ausspähen und an ansicherheitsrelevante Daten und Einsatzdetails gelangen.

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Ins Visier der feindlichen Schnüffler könnten sowohl dienstliche Geräte als auch private Rechner der Soldaten geraten. Die Bundeswehrführung hat deshalb ein Rundschreiben an alle Soldaten geschickt, indem sie vor dieser Gefahr warnt und zur besonderen Vorsicht auch beim Umgang mit Privatrechnern rät.

Warnung vor USB-Speichermedien

Insbesondere warnt die Bundeswehr vor einer leichtfertigen Benutzung von USB-Sticks, über die Regin verbreitet werden kann. USB-Speichermedien sollten auch auf Privatrechnern nicht benutzt werden, wenn diese zuvor zum Beispiel in öffentlichen Internetcafés verwendet wurden. Und erst recht sollen die Soldaten keine USB-Sticks verwenden, die ihnen von Fremden geschickt werden.

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Die Bundeswehr reagiert damit auf eine Warnung des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Soldaten im Auslandseinsatz sind nun einmal besonders wichtige Geheimnisträger und wissen Details um die militärische Fähigkeiten der Bundeswehr oder taktische Einsatzregeln. 

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Wie der Wehr-Blog Augengeradeaus noch ergänzt, ging das VS-NfD-Rundschreiben mit der Warnung „in den vergangenen Tagen vom Einsatzführungskommando an die Einsatzkontingente“. Die ursprüngliche BSI-Warnung ist allerdings älter und stammt vom   24. Februar   2015.

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Pikant: Regin wurde vermutlich vom britischen Geheimdienst GCHQ beziehungsweise von der NSA programmiert.

 

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