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Bundeswehr vertraut Microsoft

19.03.2001 | 15:34 Uhr |

Entgegen anders lautenden Nachrichten wird die Bundeswehr auch weiterhin Microsoft-Produkte in sensiblen Bereichen einsetzen. Dies teilte das Bundesverteidigungsministerium in einem Fax mit, das PC-WELT vorliegt. Damit dementiert das Ministerium die Meldung des "Spiegel", nach denen künftig Anwendungen aus dem Hause Microsoft aus Gründen der Sicherheit in der Bundeswehr nicht mehr eingesetzt werden sollen.

Entgegen anders lautenden Nachrichten wird die Bundeswehr auch weiterhin Microsoft-Produkte in sensiblen Bereichen einsetzen. Dies teilte das Bundesverteidigungsministerium in einem Fax mit, das PC-WELT vorliegt. Damit dementiert das Ministerium die Meldungen, nach denen künftig Anwendungen aus dem Hause Microsoft aus Gründen der Sicherheit in der Bundeswehr nicht mehr eingesetzt werden sollen.

Wie das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" berichtete, möchte das Verteidigungsministerium auf deutsche Software umstellen, da anderenfalls die Datensicherheit nicht gewährleistet sei. Denn der amerikanische Spionagedienst NSA verfüge über die Quellcodes der MS-Produkte und könne so selbst verschlüsselte Dateien lesen.

Wie das Verteidigungsministerium in dem Fax bestätigt, ist diese Meldung falsch. "Die Bundeswehr beabsichtigt diese Produkte auch weiterhin einzusetzen". Außerdem habe man vor einem halben Jahr einen Generallizenzvertrag mit Microsoft abgeschlossen, heißt es weiter.

Der Schutz der Dateien werde außerdem unabhängig von der Software durch Firewalls sichergestellt. Des weiteren kommen Verschlüsselungstechniken zum Einsatz, die vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnologie zugelassen sind, so das Verteidigungsministerium. (PC-WELT, 19.03.2001, ml)

PC-WELT Report: Der NSA-Key: Subtile Rache von Bill Gates?

Kampf um Verteidigungsministerium.de (PC-WELT Online, 14.03.2001)

Militär trainiert Hacker (PC-WELT Online, 02.11.2001)

NSA bittet um Hilfe (PC-WELT Online, 10.03.2001)

Spionage-Vorwurf gegen Microsoft (PC-WELT Online, 21.02.2000)

Meldung bei tecchannel.de

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