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Bundeswehr noch immer ohne Herkules

30.06.2004 | 14:32 Uhr |

Der antike Held Herkules steht für Kraft und energisches Lösen von Problemen. So wie er einst alle ihm gestellten Aufgaben im Nu erledigte, so soll das gleichnamige Projekt der Bundeswehr Beine auf dem IT-Sektor machen. Doch jetzt wurde die Entscheidung über Herkules erneut verschoben.

Der antike Held Herkules steht für Kraft und energisches Lösen von Problemen. So wie er einst alle ihm gestellten Aufgaben im Nu erledigte, so soll das gleichnamige Projekt der Bundeswehr Beine auf dem IT-Sektor machen. Doch jetzt wurde die Entscheidung über Herkules erneut verschoben, wie die Financial Times Deutschland berichtet.

Im Rahmen von Herkules soll Informationstechnik, um die sich bisher der Staat kümmerte, an private Unternehmen übertragen werden. Außerdem soll die zersplitterte IT-Struktur der Bundeswehr vereinheitlicht werden.

Eigentlich sollte heute die Entscheidung darüber fallen, ob das Herkules-Betreiberkonsortium Isic 21 den 6,65 Milliarden teueren Auftrag für die Modernisierung der Kommunikationstechnik der Bundeswehr bekommt. Seit Mai wurde zäh um ein Ergebnis gerungen, zuletzt stritt man darüber wie viel Personal der Bundeswehr das Konsortium übernehmen und in welchen Abständen Hard- und Software (Computer und Telefone) erneuert werden soll. Noch in dieser Woche sollen die Verhandlungen allerdings weitergehen.

Das Firmenkonsortium Isic 21 besteht aus den Firmen EADS, CSC Ploenzke und Mobilcom. Es sollte der Bundeswehr zehn Jahre lang IT- Dienstleistungen bis zu einem Preis von 665 Millionen Euro pro Jahr garantieren.

Wenn die Verhandlungen zwischen dem Bundesverteidigungsministerium und dem Betreiberkonsortiums Isic 21 scheitern sollte, könnte die Behörde aus das Angebot des Konkurrenten Tis ausweichen. Hinter Tis stehen T-Systems, IBM und Siemens Business Services.

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