88234

Bundeswehr kämpft mit Computer-Problemen

21.11.2002 | 16:20 Uhr |

Die Bundeswehr kämpft an allen Fronten. In Afghanistan gegen die Reste von Al Quaida und Taliban, in Berlin gegen den knausrigen Finanzminister und in den heimischen Kasernen für die Integration weiblicher Soldaten in den langjährigen Männerverein. Aber auch in der IT-Abteilung der Landesverteidiger geht es rund, die Einführung einer neuen kaufmännischen Standardsoftware verzögert sich immer mehr und belastet die ohnehin schon leeren Kassen mit 350.000 Euro pro Tag.

Die Bundeswehr kämpft an allen Fronten. In Afghanistan gegen die Reste von Al Quaida und Taliban, in Berlin gegen den knausrigen Finanzminister und in den heimischen Kasernen für die Integration weiblicher Soldaten in den langjährigen Männerverein. Aber auch in der IT-Abteilung der Landesverteidiger geht es rund, die Einführung einer neuen kaufmännischen Standardsoftware verzögert sich immer mehr und belastet die ohnehin schon leeren Kassen mit 350.000 Euro pro Tag.

Unklare Zuständigkeiten im Verteidigungsministerium und fehlende Fachkräfte sollen nach einem Bericht des Handelsblatt der Grund für die andauernde Verzögerung der SAP R3-Einführung sein. Peter Bröhl, bei der Bundeswehr zuständig für das SASPF-Projekt, warnt: "Es ist Viertel vor Zwölf". Pro Tag soll das Projekt 350.000 Euro an an Beraterhonoraren verschlingen, doch immer wieder verstreichen Termine, ohne dass wichtige Entscheidungen getroffen werden.

Ein Scheitern des SASPF-Projekts wäre für die Struck-Truppe ein Desaster. Die SAP-Software soll 250 kaufmännische Einzelanwendungen an 700 Standorten ablösen und vereinheitlichen. Gelingt das nicht, müssen eine Menge unterschiedlicher Programme weiter gewartet werden und bei der Bundeswehr gäbe es dann eine Vielzahl von Insellösungen, so Bröhl.

Software-Branche umwirbt den Mittelstand (PC-WELT Online, 09.09.2002)

0 Kommentare zu diesem Artikel
88234